einfach so. (7)

lächelnd sitzt die kollegin in der bar, unbeschwert, lebensfroh. die gespräche plätschern dahin, leichtfüßig, ablenkend.

doch sie selbst ist angespannt. sie spürt etwas sich in ihren rücken bohren, ein blick, anders als die anderen.
der blick ist durchdringend, intensiv, schauderhaft und wunderbar zugleich. sie zittert. wagt es kaum, sich umzudrehen.

macht es dann doch, sucht, aber niemand sieht sie an. sie dreht sich wieder zurück, hebt ihr glas an die lippen, spürt es wieder.

eisige bläue. kühle distanz.
das ganze meer in einem einzigen blick.
doch sie ahnt nicht, woher.

“geht es dir gut?” fragt die kollegin. sie nickt, erzwingt ein lächeln. will an ihrem drink nippen, wieder, um den

(das ganze meer in einem einzigen)

blick zu verdrängen.
doch “halt!” ruft die kollegin.“nicht. irgendwas stimmt nicht mit deinem cosmopolitan.
der schäumt ja wie das meer im sturm!”

(weiter.lesen.)

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5 Kommentare zu “einfach so. (7)

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