einfach so. (11)

wasser neben ihr. unter ihr. schaumkronen über ihr.
alles eisblau, kalt, erdrückend.

sie sinkt, immer tiefer, doch sie hat keine angst. nein, sie genießt es sogar. sie fühlt sich befreit, erlöst, geliebt und geborgen.
unter wasser gibt es keine fragen mehr, alles ist
einfach so.
sie genießt die blaue stille, genießt das wasser, scheint zu schweben. sie lauscht in das nichts, erfreut darüber, wie es klingt. das nichts scheint zu ihr zu sprechen, von weit weg. die worte kommen näher, erreichen sie, plätschern in ihr ohr.
sie hört zwei worte –

einfach so.

gehaucht. sanfter atem an ihrem nassen hals.
atem an ihrem nassen hals? atem unter wasser?
sie schaut sich um.
blauer schaum rund um sie. sie ist allein, und doch ist da dieses hauchen, das sie schon kennt, das sie vermisst, das sie

begehrt.

sie spürt, wie sie immer weiter nach unten sinkt, fühlt die dunkelheit sie umfassen, will nach unten gezogen werden.

doch dann
kommt die oberfläche wieder näher, es wird heller, das hauchen wird stärker. etwas zieht sie hoch, will sie nicht sinken lassen,

einfach so, hört sie in ihrem kopf, einfach so.

sie starrt die schaumkronen an. es war doch so schön da unten, so geborgen, so geliebt.
ein lautes klingeln lässt sie erstarren. sie sieht sich um.

über ihr die zimmerdecke. sie dreht den kopf. ein traum? aber es war doch so echt.
sie streift sich die haare aus dem gesicht. und hat schaum an ihren händen. wie real kann ein traum denn sein?

oder war es gar kein traum?

(weiter.lesen.)

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3 Kommentare zu “einfach so. (11)

  1. Pingback: einfach so. (10) | sinn.wort.spiel.

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