einfach so. (16)

lange schaut sie nur aufs meer.
beobachtet die schaumkronen, wie sie auf den wellen tanzen. versucht zu verstehen, was die wellen ihr sagen.
sie schließt die augen, nickt, kann endlich verstehen.

dann beginnt sie langsam, sich zu entkleiden. mit geschlossenen augen öffnet sie ihren kimono, lässt ihn auf den sand gleiten.
da steht sie nun, nackt. der wind umspielt ihren körper. sie spürt den schaum, der von den wellen herabsteigt, der ihre zehen einhüllt, der mit jeder neuen welle weiter hochklettert, ihre beine entlang, hin zu den knien. sie hört das

(sonderbar todesblaue)

rauschen der wellen, das locken, das rufen. sie hört genauer hin, immer noch mit geschlossenen augen. sie will antworten, aber ihre worte kommen nur wie ein hauchen aus ihrem mund, werden sofort vom wind verschluckt.
sie versucht lauter zu rufen, sie schreit

aber ich bin doch schon da!
ja, ich bin auf dem weg, es dauert nicht mehr lange, dann kann uns nichts mehr trennen, dann haben wir die ewigkeit auf unserer seite.
ich muss nur noch den rest der welt vergessen, dann bin ich bei dir,

geliebte. 

(weiter.lesen.)

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Ein Kommentar zu “einfach so. (16)

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