roter regen. (9)

nachdem ich der bank meines vertrauens einige besuche abgestattet hatte konnte ich sicher sein, dass ich über genügend geld verfügte, um meinen plan auch umsetzen zu können.

also vereinbarte ich einen termin bei meinem ehemaligen boss – diesmal aber als interessierter kunde.
meine ex.kollegen machten große augen, als ich dann schließlich einen kauf.vertrag abschloss.
und damit ein haus mein eigen nennen konnte.
aber nicht irgendeines.

das rosen.haus war das meinige.

als ich das erste mal mit dem auto hinausfuhr, hatte ich wie all die anderen male zuvor nicht mehr das gefühl, nicht hierher zu gehören. ganz im gegenteil.
das haus schien sich zu freuen.
wie es sein konnte, dass ein haus sich freute, war mir egal.
zu sehr hatte mich der sog schon in seinem bann.

vor aufregung nass.geschwitzt stellte ich dann endlich mein auto am parkplatz vor dem haus ab.
der rosen.garten erschien mir mit einem mal noch eindrucksvoller, jetzt, wo es mein rosengarten war.

doch die letzten schritte hin zum eingang erwiesen sich als fast unmöglich.
das parken war noch ein leichtes gewesen, doch die stufen hinauf schienen kein ende zu nehmen, der schlüsselbund wog zentner.schwer in meiner hand und meine beine schienen mit blei gefüllt zu sein.

im nach.hinein betrachtet glaube ich, das war das letzte zeichen.
der letzte widerstand.
aber tapfer und voller elan hörte ich nicht auf meine innere stimme –

und schloss die tür auf.

(weiter.lesen.)

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5 Kommentare zu “roter regen. (9)

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