sinn des lebens. (#kolumne)

sind wir nicht alle auf der suche nach –
dem sinn des lebens?
wozu wandeln wir auf erden, welche weisheiten geben wir unseren kindern mit, wohin wird der weg uns führen?

den einen sinn des lebens, der für alle menschen passt, den gibt es wohl nicht.
es gibt aber eine sache, die allen menschen, egal wo auf der welt, gemeinsam ist, die uns eint, einander näher bringt – und die wie kein anderes thema die plaudereien aller beherrscht:
das wetter.

gibt es einen verregneten frühling, beklagen wir das fehlen lauer frühlings.lüftchen.
scheint die sonne, ist der frühling heiß wie noch nie.
regnet es, beschweren wir uns über den nassen sommer.
scheint die sonne und beschert uns sommerliche hitze, ist es gleich ein jahrhundert.sommer samt dürre – und im ganzen land scheinen mobile klima.geräte ausverkauft zu sein.
der herbst ist wahlweise zu warm oder zu verregnet.
und im winter ist es besonders spannend – gibt es keinen schnee, sind wir traurig über das fehlende weiß.
gibt es dann schnee, bricht gleich allgemeines schnee.chaos aus – schon bei wenigen zentimetern.

wann haben wir verlernt, dinge so zu akzeptieren, wie sie sind?
wann haben wir es aufgegeben, unseren autos schon im oktober winter.reifen zu verpassen?
warum kaufen wir nicht ein paar gummi.stiefel, um sommer.schauern zu trotzen und das gefühl frischer wasser.tropfen auf unserer haut zu erleben?

oder ist das wetter nur ein vorwand?
vielleicht trauen wir uns auch einfach nicht, der nachbarin ein
‚guten morgen, na, gut geschlafen? fesch schauen Sie heute aus!‘
entgegen zu rufen.
denn
‚meine güte, ist das wieder ein sau.wetter‘ 
oder
‚ist Ihnen auch so heiß wie mir?‘
passt immer, egal, mit wem man spricht, beim chef genauso wie bei der nachbarin.
man muss sich bei gesprächen über das wetter keine gedanken über die befindlichkeit des anderen machen – dem wird wohl auch so heiß sein wie mir selber.

ist es denn der sinn des lebens, sich zu beklagen – und wenn es nur das wetter ist?
oder sollten wir uns darauf besinnen, uns zu freuen?
einmal einen ganzen verregneten nachmittag lang mit einer decke um die beine, einem buch in der hand und der katze auf dem schoß auf dem sofa sitzen und das leben einfach laufen lassen. den regen.tropfen zuhören, dem rauschen der reifen auf der nassen straße.
klingt komisch?
ist es aber gar nicht.
einfach mal ausprobieren.
zum beispiel heute, jetzt gleich.
und vielleicht erkennen wir dann –

den wahren sinn des lebens.

***

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

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