vom können und nicht.können. (#kolumne)

neulich reicht mir mein sohn die deutsch.schularbeit zur unter.schrift.
wie man es als mutter so macht, lese ich mir also durch, was der nach.wuchs so geschrieben, welche fehler er gemacht hat.
und da entdecke ich es.
ja kann denn das sein?
ist denn das möglich?
mein sohn ist wahrlich kein groß.meister der deutschen recht.schreibung – aber von seiner deutsch.lehrerin sollte man doch annehmen, dass sie unsere sprache im schlaf beherrscht.
doch weit gefehlt.

da schreibt der junge mann:
… sprangen über Bord, obwohl sie …
und dann kommt’s –
über dem Wort B o r d steht in roter lehrerinnen.schrift

B o a r d.

der bord.fehler.

 

 

 

 

 

 

 

ist das zu fassen?
den korrektur.zeichen am rand entnehme ich, dass Bord als fehler gerechnet wurde.
aufgerüttelt nehme ich die arbeit genauer unter die lupe –
und siehe da, ich finde noch ein paar schnitzer der lehrerin.
vor allem zeichen.setzung scheint nicht ihre stärke zu sein.

ein nach.fragen bei anderen eltern zeigt:
dies ist kein einzel.fall.
und auch die schriftlichen eltern.benachrichtigungen scheinen eher von einem jugendlichen denn einer deutsch.lehrerin verfasst worden zu sein.

was tun in so einem fall?
ich kann doch nicht zur lehr.person gehen und ihr erzählen, sie habe keine ahnung von ihrem job –
auch wenn es offenbar stimmt.
wie sollen unsere kinder je lernen, wie man richtig deutsch schreibt, wenn die lehrer/innen schon in anglizismen verfallen –
noch dazu in fällen wie diesem, wo von keinem brett, sondern einem schiff die rede ist.

für’s erste lasse ich es auf sich beruhen.
der junge mann hat den fehler der lehrerin selbst erkannt und wird sie darauf aufmerksam machen.
ich werde in zukunft jede haus.übung und schul.arbeit nachkontrollieren –
und nicht auf die fehler des sohnes achten, sondern auf jene der lehrerin.
ich frage mich aber, was die kinder in jenen fächern lernen, von denen ich nicht so viel ahnung habe.
geht es einem mathematiker so wie mir gerade, wenn er die mathe.hefte seiner kinder kontrolliert?
muss auch eine physikerin schlucken, wenn sie sieht, was ihre kinder so lernen?

so weit ist es also mit unserem schul.system gekommen.
ruhe in frieden, liebe schul.bildung!

***

so ging es weiter. 

***

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

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42 Kommentare zu “vom können und nicht.können. (#kolumne)

  1. Also im Großen und Ganzen sind wir uns doch einig. Ich bin ganz bei Ihnen und finde das Verhalten der Lehrkraft auch nicht gut.Punkt. ;)
    Allerdings finde ich es nicht schön, wenn es pauschalisiert wird, wie in den letzten Zeilen mit dem Mathematiker, Physiker und dem gesamten Schulsystem. Denn das fördert das Problem, dass jeder über die Schule schimpft, obwohl es auch sehr tolle Lehrer gibt, die für ihre Schüler alles tun, um sie in ihrem Lernen zu unterstützen.
    Auch finde ich es nicht gut, dass hier jemand mit Schrift und Beweisbild im Internet bloßgestellt wird, anstatt solche Dinge einfach „face to face“ vor Ort zu klären und es dann dabei zu belassen. Ich habe gelesen, dass sie das versucht haben, aber vielleicht hätte es auch noch Alternativwege gegeben.

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    • P.S. Sorry, habe gerade erst …so ging es weiter …. gelesen. ALSO gibt es wohl keine Alternativen, allerdings ist für mich das posten im Internet auch keine. Warum ist das Kunst, wenn man wahre Begebenheiten hier aufschreibt?

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      • ist es nicht.
        das nennt sich kolumne.

        meine art, lyrik oder prosa zu verfassen, sehe ich als „künstlerisch“ an – das hier ist eine klar gekennzeichnete kolumne.
        auf meinem blog.
        da darf ich schreiben, wie ich mag.

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    • das ist eine frage, am schluß. ob es einem mathematiker auch so geht.
      keine pauschalierung.

      bitte lies mal meine andren kolumnen zu diesem thema, da schreib ich ganz klar, dass es wunderbare lehrpersonen gibt.
      leider sind es die schlechten, die die meinung der öffentlichkeit prägen.

      es wird niemand bloßgestellt – denn niemand weiß, wer das geschrieben hat. das ist einfach eine kolumne.

      das problem ist aber vor allem: auch andere eltern sammeln fehler dieser lehrkraft, und das, obwohl sie keine korrektor/innen sind. es ist also ein großes problem.
      leider kann ich das nicht persönlich regeln – aber eine kolumne schreiben kann ich. meine art der „bewältigung“, damit ich nicht platze vor ärger.

      und ja, wir sind uns quasi einig – darum bitte ich: vor dem nächsten beißreflex bitte noch mal durchlesen. ich pauschaliere nie, beschreibe immer nur eigene erfahrungen und führe immer an, wie wunderbar andere lehrpersonen zB sind.

      ich verstehe, dass man lehrer/innen auch verteidigen möchte – aber unser schulsystem ist sicher nicht so, wie es ist, weil alle lehrpersonen wunderbare arbeit leisten.
      anders gesagt: wenn ich in einem buch auf jeder seite mehr als einen fehler übersehe, bekomme ich kein geld – und keinen auftrag mehr.
      wenn eine lehrerin andauernd solche fehler macht, passiert exakt nichts – nicht mal ansprechen darf man das.

      das muss sich ändern.

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      • Es lesen also keine Eltern oder eventuell andere Schüler Ihre Kolumne und die Lehrkraft weiß auch Bescheid, dass hier über sie geschrieben wird?

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        • weiß ich nicht.
          aber selbst wenn:
          ich darf einen anonymen ausschnitt aus der schularbeit zeigen.

          warum auch nicht.
          ich bezweifle aber, dass hier lehrer/innen mitlesen – aber es ist mir ehrlich gesagt egal:

          ich schreibe nicht das, was jemand lesen will. ich schreibe, was mir am herzen liegt.
          und was geschrieben werden sollte.

          es steht hier kein name. kein ort. keine schule. nichts.
          es ist vollkommen anonym. wer es erkennt, wird einen grund dafür haben.

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      • P.S.: Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber nachdem sie sich Korrekturen wünschen:
        pauschalisieren bedeutet verallgemeinern
        pauschalieren oder Pauschalierung hingegen ist ein wirtschaftlicher Begriff und bedeutet eine Teilsumme zu einer Pauschale zusammenzufassen. Sorry, aber das musste bei dem Thema jetzt mal sein.

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        • ich wünsch mir von dir korrekturen?
          nein.

          aber ich darf mich mal vertippen am smartphone, oder ein falsches wort verwenden – das hier ist grad privat.
          wenn ich mich nicht mal hier privat im wort vergreifen darf: wieso darf eine lehrerin dann ihren job schlecht machen?

          diese diskussion wird langsam mühselig. lassen wir es doch. wir drehen uns im kreis.

          und sobald menschen dann fehler suchen, nur weil korrektorinnen angeblich keine machen dürfen, steig ich immer aus.
          das führt zu nichts.

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      • Ja, wenn man der Wahrheit nahekommt, dann wird es für die Anderen oft mühselig, aber Sie haben Recht, wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner. Ich kann nur noch einmal wiederholen, dass das Verhalten der Lehrkraft für mich auch nicht in Ordnung ist.
        Aber das ist auch keine Lösung:
        http://lustich.de/bilder/cartoons/schulnoten-frueher-und-heute/
        Und man darf das (-> wie in der Kolumne oben) nicht verallgemeinern, aber Sie denken dabei eben eher an sich und Ihr Kind und ich eher an den guten Ruf eines Berufstands. Im Übrigen kenne ich Schüler, die sowohl Lyrik als auch Kolumnen kennen und lesen und denen selbst Satire und Glosse ein Begriff sind.
        Und wenn man selbst einmal Fehler macht, sollte man überlegen, ob man dann auch haben möchte, dass andere sich darüber im Internet auslassen.
        Es war nett, mit Ihnen zu plaudern.

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        • würde jemand auf einen fehler meinerseits aufmerksam machen (was übrigens nicht nur einmal passiert ist), namentlich, dann würde ich mich ärgern, ja – aber mich auch fragen, wieso mir dieser fehler passiert ist. offenbar habe ich ihn ja wirklich gemacht. mir würde nicht im traum einfallen, denjenigen, der den fehler entdeckt, zu beschimpfen und ihm zu verbieten, mit mir über das thema zu sprechen.
          so macht man das in der privatwirtschaft – oder man ist seinen job los und bekommt nie wieder einen auftrag.
          außerdem kann man einen fehler im job nicht mit einem fehler in einer privaten diskussion vergleichen.
          und:
          wenn ich anonym über etwas schreibt, lasse ich mich niemals aus – ich schreib einfach über meine gedanken zu dem thema.

          mehr sage ich dazu aber nicht mehr, denn eines weiß ich ganz bestimmt:
          wer auf einem blog eine kolumne kommentiert, jedes mal eine neue, nicht existente wegwerf.mail.adresse hinterläßt, nicht mal den ganzen text liest, sondern gleich mal drauf los schimpft, und sich nicht einmal traut, wenigstens seinen vor.namen zu zeigen, der will einfach nur trollen, braucht aufmerksamkeit und macht sich nicht die mühe, anderen menschen diese aufmerksamkeit auch zu schenken.
          ich entziehe dir also hiermit meine aufmerksamkeit.
          such dir bitte einen anderen spielplatz.
          danke.

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  2. Und zu Ihrem obigen Kommentar: wie sollen unsere Kinder je lernen, wie man richtig deutsch schreibt….,
    sollten Sie sich vielleicht selbst noch einmal Gedanken machen und sich an die eigene Nase fassen, denn vor allem die Eltern müssen Vorbilder sein und wie ich sehe, verzichten Sie sowohl auf eine richtige Groß- und Kleinschreibung als auch auf eine korrekte Zeichensetzung. Also geben Sie nicht die Verantwortung an andere ab oder korrigieren Sie diese, wenn Sie sich selbst nicht besser verhalten. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob Sie diesen Kommentar freischalten.

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    • natürlich schalte ich das frei – denn mein blog hier ist ein kunstblog. dieses argument zählt also nicht. weder in meiner arbeit noch mit kindern würde ich so schreiben wie hier. nicht einmal in emails.
      einfach: nur hier.
      und hey: fehlerfrei, wenn auch klein. ;)

      lies mal die seite punkt.spiel – da wird das erklärt.
      und außerdem:
      ich bin keine lehrerin. hier bin ich künstlerin – oder glaubst du, ich korrigiere romane nach dem schema, wie ich hier schreibe? :) na das wär ein theater.

      außerdem ist rechtfertigt keines deiner argumente die tatsache, dass es da eine lehrerin gibt, die nicht korrekt rechtschreiben kann.

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    • ps. wenn eine mutter schlecht in mathe ist, muss der lehrer es übrigens trotzdem korrekt unterrichten.
      und wenn ein vater nicht französisch kann, sollte es die lehrerin trotzdem unterrichten können.
      da gibt es nicht den geringsten zusammenhang.
      sonst würde niemand etwas lernen, was die eltern nicht können – komische ansicht, das ganze.

      es geht hier auch gar nicht um die fehler, die mein kind macht, denn jede/r schüöer/in macht fehler – es geht darum, dass korrekte worte in falsche „ausgebessert“ werden – da kann ich meine nase getrost in ruhe lassen.
      dass eine lehrperson fehler übersieht – keine frage, kann passieren.
      aber korrekte worte gegen falsche ‚ausbessern‘ (und das nicht nur einmal), das ist definitiv nicht ok.

      egal wie ich schreibe, egal ob mein sohn leserlich schreibt oder nicht – da muss nicht ich mich an der nase fassen, da sollte die lehrerin einen rechtschreib.kurs absolvieren.

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  3. Schließlich gibt es in jedem Beruf schwarze Schafe, deswegen muss nicht gleich jeder Lehrer so sein! Solche Texte unterstützen Eltern, die gleich bei jeder Kleinigkeit mit dem Anwalt drohen oder sich nur auf Fehler der Pädagogen stürzen, anstatt das eigene Kind richtig zu erziehen.

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    • steht irgendwo, dass jede/r lehrer/in so ist?
      nein.
      es steht da, dass diese eine so ist – und dass ich das schlecht finde.
      lehrer/innen sollen fehler ausbessern – nicht texte noch schlechter machen.

      und bitte mäßige deinen tonfall – deinen dritten kommentar habe ich mal gelöscht.
      noch so einer und ich muss dich von hier verbannen, verzeih.

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  4. Haben Sie nichts besseres zu tun? Korrigieren Sie mal 30 Aufsätze hintereinander, mal sehen, ob Ihnen dann nicht auch mal ein Fehler unterläuft und dann gleich vom armen Schulsystem zu schreiben. ….?

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    • :) ich bin korrektorin und lektorin. ich mache wenig anderes, als fehler anderer zu korrigieren. 500.seiten .romane, nicht 3.seiten.aufsätze.
      mir passieren solche fehler nicht am laufenden band – denn dann wäre ich meinen job los.

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  5. Pingback: vom harten leben der #lehrer und -innen. (#kolumne) | sinn.wort.spiel.

  6. Dann kann Ihr Sohn die Lehrerin gleich noch darauf hinweisen, dass „warscheinlich“ korrigiert hätte werden müssen. ;-) Sorry, das musste sein.

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      • Also bei mir in der VS gebe ich den Kindern, denen ein Fehler auffällt, ein dickes Lob und eine Extra-Belohnung, weil sie so aufmerksam sind. Hab aber auch schon erlebt, dass in sich höheren Schulen manche Lehrer in ihrem Stolz verletzt fühlen. Leider.

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        • wow. das ist wirklich vorbildlich!!! und sollte von mehr menschen so gehandhabt werden.
          das mit dem stolz ist wahr, leider. und die angst der schüler/innen, dann eine note schlechter zu werden, ist auch da – es sollte aber der lehrer nicht noch mehr fehler hinein.korrigieren!

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    • ps.
      aber Du hast recht:
      würde die lehrerin alle fehler erkennen, und nicht neue hinein.interpretieren – es wäre toll für meinen sohn.
      (das mach halt jetzt ich…)

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  7. Pingback: fehler muss man eingestehen können. (#kolumne) | sinn.wort.spiel.

  8. Freier Fall. Quer durch alle Bildungsschichten. | Die deutsche Falschschreibung ist auch bei denen angekommen, die beruflich mit Sprache und Schriftsprache arbeiten. | Besteht da ein Zusammenhang mit Weniglesen und Vielfernsehen? | Ein Nachruf auf die Ästhetik der deutschen Sprache kann schon ‚mal angestimmt werden. | Der Zerfallsprozess scheint unumkehrbar. | Schade.

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  9. Hm, bei uns auf der Schule merken Lehrer ihre Fehler noch und korrigieren sie sofort.. um so mehr schockiert es mich, dass es auch anders herum der Fall sein kann. Ich meine immerhin kann ein Fehler eine ganze Note ausmachen. Und mehrere Fehler machen auch gleichzeitig mehrere Noten aus, wie sollen die Kinder dann richtig bewertet werden? Das ist sowas von falsch. :/ Schade,dass es zu sowas kommen kann..

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    • ja, mittlerweile glaub ich auch, dass sie die stellen verlosen.
      das blöde ist halt:
      es wird fürs kind net so toll sein, wenn ich der lehrerin reindrück, dass sie ihren job net beherrscht…

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