heute nacht.

heute nacht
um kurz nach acht
da kam ganz sacht
und unbedacht
der weihnachts.mann durch unsren schacht.

*

und die moral von der geschicht:
zu uns kommt das christ.kind –
der weihnachts.mann nicht.

***

© S.H.exclusiv - Fotolia.com

© S.H.exclusiv – Fotolia.com

 

 

 

 

 

 

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5 Kommentare zu “heute nacht.

  1. Hat dies auf Red Skies over Paradise rebloggt und kommentierte:
    »“Papi? Wann kommt der Weihnachtmann?“

    „Du weißt doch“, antwortete ich meiner Tochter Luise, „bei uns kommt das Christkind. Nicht der Weihnachtsmann.“

    „Papi“, rief Luise unwirsch, „du verstehst das nicht“ Sie zeigte auf ihren Adventskalender. „Hier ist der Weihnachtmann!“

    Es stimmte. Der Kalender war so bunt, dass wir es beim Kauf nicht bemerkt hatten. Oben, im Himmelstor, schwebte zwar wie von uns vorgesehen das Christkind. Aber ganz unten, quasi aus der Hölle, grinste zwischen bunten Weihnachtkugeln ein coca-cola-rotweiß gekleideter Weihnachtsmann hervor. „Aber nein, das ist doch der Nikolaus“, sagte ich reflexhaft.

    „Papi“, rief Luise wieder, „so ein Quatsch! Der Nikolaus war doch schon da. Das ist der Weih-nachts-mann!

    Ich lenkte ab: Wir kämen zu spät in den Kindergarten.

    „Da kommt auch der Weihnachtsmann!“, rief Luise. „Bei Mia auch. Und bei Valéria…“

    Uns war klar gewesen, dass wir mit unserer süddeutsch-katholisch gefärbten Weihnachtstradition in Deutschlands Norden in der Diaspora lebten. Wir hatten aber nicht damit gerechnet, dass sich das so schnell zu einem Konflikt auswachsen könnte.

    Jedenfalls kam Luise ziemlich aufgeregt aus dem Kindergarten zurück und erzählte, eine Erzieherin habe eine Geschichte vorgelesen, in der ein Mädchen sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann wartete. Der aber so dick war, dass er nicht durch den Kamin passte.

    „Papi“, sagte Luise, jedes Wort betonend, „da war kein Christkind!“ Sie sah mich an wie den Lügner – der ich natürlich war.

    Meine Liebste sagte schnell, dass zu den einen Leuten der Weihnachtsmann käme, und zu den anderen das Christkind. Dass die zwei sich den Job aufteilten, weil es so viele Kinder gebe. Und bei uns sei halt das Christkind dran, gut auch deshalb, weil wir keinen Kamin hätten.

    Luise hatte Tränen in den Augen. „Der Weihnachtsmann soll kommen!“, rief sie. „Er kommt zu allen, nur nicht zu mir!“

    Das stimmte nicht ganz, wir hatten hastig herumgefragt: Zu Leonie kamen skandinavische Wichtel. Bei Luca hieß der Weihnachtsmann Santa Claus, wie in den Filmen, die unsere Tochter zum Glück noch nicht guckte. Aliyas Eltern, die als Muslime trotzdem Weihnachten feiern wollten, dem Mädchen zuliebe, hatten sich leider für den Weihnachtsmann entschieden, den Aliya seit Wochen aus der Balkondeko von gegenüber winken sah. Aber bei Leon…

    „Hör mal Luise“, sagte meine Liebste, „zu Leon kommt doch auch das Christkind!“

    „Na und?“, rief Luise. „Leon ist wurschtegal. Leon ist nur ein doofer Junge!“

    Meine Liebste und ich zogen uns zur Beratung zurück.

    „Wir sollten vermeiden, dass sich unsere Tochter wegen unseres Glaubens diskriminiert fühlt“, sagte ich. „Wären wir eventuell bereit – zu wechseln?“

    „Wie einen Stromanbieter?“ Meine Liebste bekam einen Lachanfall.

    Wir kehrten zu unserer Tochter zurück, die ziemlich kompromisslos aussah.

    „Ich will den Weihnachtsmann!“, eröffnete sie.

    „Warum?“, fragte ich

    „Er hat einen großen Schlitten mit Geschenken und kann auf unserem Balkon landen“, rief sie. „Und er hat Rudolph dabei!“

    „Rudolph?“ Der Vater von Niklas aus dem Vorderhaus?

    „Papi, Manno, der Hirsch! Der Hirsch mit der roten Nase.“

    „Aber das Christkind hat einen noch größeren Schlitten“, sagte ich. „Mit noch mehr Geschenken.“

    Ich sah meiner Liebsten sofort an, dass sie das für unlauter hielt.

    Aber Luise fragte: „Warum?“

    Ich warf meiner Liebsten einen hilfesuchenden Blick zu.

    „Weil….“, sagte sie, „weil…. das Christkind nicht so viel tragen kann.“

    „Warum?“

    „Weil das Christkind kleiner ist. Und weil es ein Mädchen ist…“

    Luise riss beeindruckt die Augen auf. „Ein Mädchen?“

    Wir nickten.

    „Das Christkind soll kommen!“, juchzte Luise.

    Am nächsten Tag rief Annas Mutter an. Um uns zu erzählen, dass ihre Tochter wolle, dass bei ihnen künftig auch das Christkind käme, weil es ein Mädchen sei. Und dass sie das sehr gut fände, für die Sache der Frauen.«

    => http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2011-12/familienglueck-kinder-weihnachten/komplettansicht

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