erinnerungen an den sommer.

der sommer?
ja, an den erinnere ich mich.
war der nicht –
gestern erst?

und heute?
heute ist schon wieder herbst.

der läuft aber auch immer schneller davon,
der sommer.

***

verzeiht die pause, liebe mit.leser/innen.
aber ich war auf der suche nach dem sommer.
im aus.land –
bei uns ist der sommer ja nur mehr ein paar tage im sommer zu gast.

 

sinn.wort.spiel.

erinnerungen an den sommer klingen nach erdbeerlutscher und zitroneneis und erster liebe und zehen im sand.

aber das vermute ich nur.

denn meine neuen erinnerungen klingen nach klammen fingern und hustensaft, nach schmutzigem schnee und blauen lippen.

stürmische wellen haben meine erinnerungen an den sommer an blanken felsen zerschlagen, an einem kühlen tag im herbst,
nimm das!,
haben sie geschrieen,
wir sind hier, wir werden kommen, immer wieder, schon sind wir wieder da, wir sind da, sind weg, sind da, sind weg!

meine erinnerungen an den sommer sind zerschellt, verzweifelt versuche ich die bruchstücke wieder zu finden, ich will hinlaufen zu den felsen, ich will retten was zu retten ist, doch da sitzen die neuen, die kalten erinnerungen, da am strand, ich kenne sie noch nicht so gut, aber ich kenne die blicke, die sie mir zuwerfen, bedeutungsschwer, mitleidsschwanger,
halte dich von den felsen fern,
sagen diese blicke,
wenn du…

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