ich gebe auf. (#kolumne)

aus und vorbei.
ja, es ist
aus
und
vorbei.

hier.mit verkünde ich:
ich gebe auf.
ich mag nicht mehr.
eigentlich gebe ich nicht so schnell auf, ich bin berühmt.berüchtigt dafür, mich wie ein blut.hund in eine sache zu verbeißen, nicht loszulassen, immer weiter und weiter, bis einer weint.
aber ich mag nicht mehr.
vielleicht werde ich alt, vielleicht hab ich schon zu viel gekämpft –
ich weiß es nicht.
aber ich mag nicht mehr.

ich mag nicht mehr kämpfen.
zumindest nicht in der weiten welt der online.kommunikation und sozialen platt.formen.
ich mag auch nicht mehr über.zeugen, es nicht einmal mehr versuchen.
das kostet nur zeit und kraft, und die kann ich wahrlich anderswo gebrauchen.

jemand meint, alle ausländer/innen stinken, sind kriminell und arbeits.los?
schade – aber ich kann diese meinung nicht ändern, nicht im welt.weiten netz, nicht in einem facebook.kommentar.
frauen gehören an den herd, müssen in der sprache nicht hör.bar sein und sollen froh sein, dass sie überhaupt schon wählen dürfen?
ach, da muss so manches männliche ego aber gehörig klein sein, wenn es angst hat vor allem weiblichen.
jemand meint, homo.sexuell zu sein ist eine heil.bare krankheit?
vielleicht sollte er einfach mal sein hirn einschalten – aber ich kann nicht das gegen.teil beweisen, zumindest nicht online.
jemand meint, kinder müssen geschlagen werden, um disziplin zu lernen?
nun, die polizei sieht das anders.
jemand meint, recht.schreibung ist eine sache der persönlichen auslegung und nur für verlage, nicht aber allgemein.gültig?
ok. ich bin es ja nicht, über die leser/innen schlechte rezensionen schreiben und hinter vorgehaltener hand lachen.
jemand ist einfach ein wenig bescheuert und sucht aufmerksamkeit, indem er online ein wenig trollt?
fein. viel spaß dabei. ich hab aber ein leben – ein echtes.

ich werde mir ab heute keine gedanken mehr machen über menschen, die ich nicht kenne, die meinen, das internet sei eine gute platt.form, um ihre eigene eng.stirnigkeit preiszugeben.
ich widme meine zeit jenen menschen, die in meinem um.feld leben, die hilfe brauchen, vielleicht sogar wollen – auge in auge lässt es sich viel besser kämpfen. und auch viel wirkungsvoller.

adieu, liebe facebook.kampf.poster/innen, Ihr habt mich verloren.
lebt wohl, liebe besser.wisser, das war’s mit uns.
hallo welt, du hast mich wieder!

schön!

***

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

 

 

 

 

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13 Kommentare zu “ich gebe auf. (#kolumne)

  1. ich wünsche dir einen guten neustart in der realen welt, oder weitermachstart, oder wie das auch immer heißt. du hast noch die vergessen, die andere ausgrenzen aus der gemeinschaft, weil sie anders sind, anders denken, anders schreiben.
    lieben gruß und alles gute. ich kann deine entscheidung gut verstehen. all the best – enjoy! :-)

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