eine nominierung. (#kolumne)

ich wurde ’nominiert‘.
für den liebster award.
eigentlich mag ich solche ’nominierungen‘ nicht –
meist sind die fragen eher einem kindergarten.poesie.album entnommen als auch nur irgendwie interessant.
als dürfte man nur einfache fragen stellen.
oder auf ausgefallene fragen keine spannenden antworten geben –
wenn überhaupt.
und auch diesmal sind die fragen … –
nun ja, vielleicht nicht aus dem kinder.garten.poesie.album, aber immer noch gymnasium, unter.stufe.

es gäbe tausende interessante fragen auf der welt.
fragen, die zuvor noch niemand gestellt hat –
oder zumindest nicht jede/r zweite, und auch nicht in so einem kontext.

warum nur werden bei solchen ’nominierungen‘ immer und immer wieder dieselben fragen gestellt?
wieso sollte sich irgendjemand meiner leser/innen dafür interessieren, was ich mit zehn jahren gern gelesen habe?
(vermutlich dasselbe wie alle anderen in dem alter.)
oder wo ich am liebsten lese?
(solch private dinge gebe ich auf meinem blog hier niemals preis.)

ich werde mich bemühen, die fragen zu beantworten –
mit einem augen.zwinkern, nicht böse gemeint, aber mit wahrem kern.
immerhin gibt es wirklich menschen, die bücher nach ihrem äußeren beurteilen und an einhörner glauben.
oder so.

***

das sind also die elf fragen.

1. was macht für dich ein gutes buch aus?
das cover jedenfalls nicht.

2. gibt es etwas, wofür du dich schämst, es (mit genuss) gelesen zu haben?
natürlich. aber aus lauter scham wage ich nicht, es preis.zu.geben.

3. was ist für dich in einem buch wichtiger: vielschichtige figuren oder ein ausgetüftelter plot?
schon mal ein buch gelesen, wo der charakter des haupt.protagonistes wahn.sinnig gut beschrieben wird, voller überraschungen steckt und irre gut ausgearbeitet ist, während die handlung total in die hose geht?
eben.
das kann man nicht nach entweder – oder bewerten.

4. wo liest du am liebsten?
hm. vielleicht doch kinder.garten.poesie.album.
ich mag auch gern einhörner und esse am liebsten pizza.

5. vermisst du figuren, wenn du einen längeren roman zu ende gelesen hast?
nein. ich bin eine erwachsene frau im vollbesitz meiner geistigen kräfte. die zeiten von ‚ich liebe edward cullen und möchte auf ewig in mein buch entfleuchen‚ sind lange vorbei.

6. liest du immer alles zu ende?
wenn ich nicht dafür bezahlt werde, dann nicht, dazu ist das leben zu kurz.

7. drei deiner meinung nach völlig unterschätzte bücher, die man unbedingt gelesen haben sollte.
solche bücher gibt es nicht.
welchen sinn hätte es, jemandem zum bei.spiel ‚EinSatz‚ zu empfehlen, der doch am liebsten fantasy.romane liest?

8. drei deiner meinung nach völlig überschätzte bücher.
auch die gibt es nicht.
man sollte immer davon ausgehen, dass man einfach nicht versteht, was an dem hoch.gelobten buch so besonders ist –
ein twilight.fan wird mit shakespeare wenig anfangen können.
und umgekehrt wohl ebenso.

9. dein/e lieblingsautor/in als du 10/20/30 warst?
hm.
meine lieblings.lehrerin war jedenfalls frau prof. sumetsberger.

10. digital vs. analog: wie liest du?
grundsätzlich lese ich okular.
und natürlich, wie jede/r ander/e auch, sowohl digital als auch analog – denn auch diesen blog.beitrag am computer zu studieren fällt unter lesen.

11. welches buch bzw. welche geschichte sollte endlich geschrieben werden?
woher soll ich das wissen?
ich wünschte, ich wüsste es! dann würde ich es schreiben, und nicht hier meine idee offenbaren. eine geschichte über eine frau, die in einer bade.wanne gefangen ist, gab es jedenfalls zuvor noch nie.

***

ja, ich weiß es:
auf diese fragen hätte sich manch eine/r wohl andere antworten gewünscht.
bessere vielleicht.
und ich?
ich würde mir andere fragen wünschen, unerwartetere, welche, über die ich nach.denken muss, die mich berühren und etwas in mir aus.lösen.
das ist nicht leicht, auch das weiß ich.
und aus genau diesem grund denke ich mir keine neuen fragen aus –
ich wiederhole jene, die ich schon einmal gestellt habe, und auf die ich damals so wahn.sinnig tolle antworten bekam.
das sind sie:

1. bei welchem wort bekommst du eine gänsehaut?
2. bei welchem gedicht fühlst du dich in deine kindheit zurückversetzt?
3. wie viel ist 33 geteilt durch 3?
4. welche/r schauspieler/in würde dich in einem film über dein leben darstellen?
5. links oder rechts?
6. was war das erste wort, das du als kind sagen konntest?
7. wie riecht die farbe lila?
8. warum fühlt sich leder anders an als plastik?
9. wie alt bist du?
10. warum?
und weil es elf sein müssen.
11. wer ist es, der dich so versteht, wie du bist?

doch ich verzichte auf weitere nominierungen. viele meiner mit.blogger/innen mögen das ebenso.wenig wie ich.
wer allerdings auf diese fragen eine antwort hat, der kommentiere sie unter diesem beitrag – ich würde mich wirklich sehr darüber freuen!

***

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

 

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12 Kommentare zu “eine nominierung. (#kolumne)

  1. Zu Frage 9 – jaaaaaa :D

    Zu Frage 11 – lies mal (oder guck dir mal an) Richard Laymon – Das Inferno …da is a aFrau zumindest zeitweise in einer Badewanne gefangen….allerdings kein schöner Anblick ;)

    Gefällt mir

  2. Wenn’s flutscht, dann flutscht’s:
    1. bei welchem wort bekommst du eine gänsehaut?
    Bei keinem per se. Aber bei Psychothriller gehe ich in die andere Richtung.
    2. bei welchem gedicht fühlst du dich in deine kindheit zurückversetzt?
    Muttertag, der ist an allen Tagen, John Maynard, Do Gogoschua, Katharinentag, Der Zauberlehrling – Hoppla, das war mehr als erwartet
    3. wie viel ist 33 geteilt durch 3?
    eins (eine ausgelastete Mutter)
    4. welche/r schauspieler/in würde dich in einem film über dein leben darstellen?
    Susan Sarandon – aber ich habe sie noch nicht gefragt
    5. links oder rechts?
    kommt auf die Haarfarbe an.
    6. was war das erste wort, das du als kind sagen konntest?
    Mama (vermutlich) oder Papa oder Ball – ich bin ziemlich Statistik
    7. wie riecht die farbe lila?
    wie ein b
    8. warum fühlt sich leder anders an als plastik?
    das hat man uns nur so eingeredet
    9. wie alt bist du?
    genau richtig
    10. warum?
    weil alles andere Blödsinn wäre
    und weil es elf sein müssen.
    11. wer ist es, der dich so versteht, wie du bist?
    meistens ich – und daneben meist überraschend erfreulich viele

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