bade.wanne. (7)

ja!

ja doch, hör auf, lass mich in ruhe, ich weiß, ich habe versagt, ich weiß aber nicht genau, warum, worin, ich habe jemanden verlassen, aber wer war es, mein sohn, meine tochter, warst du es?

was?

warum sagst du so etwas, das ist nicht wahr!
ich habe noch keinen schluck wasser getrunken, keinen einzigen, und ich werde es auch nicht so weit kommen lassen, niemals, egal wie durstig ich sein werde, ich werde dieses wasser nicht trinken, es ist mir egal, was du sagst, ich höre dir nicht mehr zu, ich werde laut singen, dann kann ich dich nicht mehr hören, I lost my heart under the bridge, nein, hör auf, aus, ich will es nicht hören, I lost my heart to that little girl, nein, du bist nicht dieses kleine mädchen, ich habe keine ahnung, wer du bist, ich will, dass du weggehst, geh weg, hau ab, lass mich allein,

verschwinde!

hallo?
hallo??

hallo-o!?

ich bin wieder allein, keiner ist hier, ich bin allein, oh bitte herr jesus, come through the storm, I had to lose me, to do me harm.

hallo!
bist du also wieder da? wo warst du, was hast du gemacht?

du musstest nachforschen? warum nachforschen, was hast du denn erforschen müssen, was kann so wichtig sein, dass du mich allein lässt dafür?

was?
du weißt jetzt, wo ich bin, warum über mir diese klappe ist und warum das wasser so eisig ist, du weißt das alles, aber sagst es mir nicht?

nein, ich will nicht raten, ich kann nicht raten, mir läuft die zeit davon, ich muss das wissen, ich kann doch nicht für immer hier drinnen sein, und am ende weiß ich nicht einmal, warum, los, sag es mir, sofort, ich will es wissen, bitte, sag es mir doch, ich werde alles tun, was du verlangst, ich flehe dich an, alles werde ich machen!

nein.
nein, das kann ich nicht, niemals, du willst mich töten, das ist es was du willst, du willst mich vergiften! ich kann keinen schluck wasser trinken, verdammt, wie soll ich das machen, ich habe so oft daran gedacht, so oft, wenn ich durst habe, nein, ich liege  ganz still, bewege mich nicht, vergesse die Kälte und den Durst, ich spüre keine wellen und sehe keine dunkelheit mehr, ich liege nur hier und werde keinen schluck wasser trinken, das kannst du nicht von mir verlangen, niemals!

glaubst du, ich weiß nicht, was du vorhast? ich weiß es ganz genau, oh ja, aber ich werde es nicht laut aussprechen, ich werde hier zerfließen und zergehen und meiner haut zusehen, wie sie sich auflöst, und dann werde ich hier liegen, ein totes stück fleisch, und keiner wird je erfahren, dass ich wasser trinken wollte, schmutziges wasser, dass ich dieses wasser trinken wollte, dass verunreinigt ist, dass ich –
aus jetzt!
aus!

lass

mich

in

ruhe!

verschwinde!

ich brauche dich nicht, ich brauche niemanden mehr, ich kann sehr gut auch alleine sterben, das muss mir niemand abnehmen, sicher nicht.

***

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Ein Kommentar zu “bade.wanne. (7)

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