let it go – lass einfach los. (#ytt) (#kolumne)

loszulassen.
das bedeutet nicht immer, etwas nicht mehr anzugreifen, sondern hat oft einen tieferen sinn:

dinge loszulassen, die einem nicht gut.tun.
verhaltens.weisen loszulassen, die einem selbst oder anderen in irgendeiner form schaden.
das eigene ich loszulassen – und versuchen anzuerkennen, dass man selbst nicht immer der mittelpunkt des universums sein muss …
und es genau.genommen in keinem moment des lebens wirklich ist.

loszulassen kann ziemlich schwierig sein.
denn es bedeutet, dass man zuerst einmal erkennen muss, was man eigentlich festhält, ob es sinn macht, daran festzuhalten, und ob es einem nicht besser ginge, würde man nicht daran festhalten.
und das nicht nur im privaten bereich, sondern auch im beruflichen –
eigentlich immer.

doch dieses loslassen erfordert ein paar dinge, die viele nicht aufzubringen in der lage sind – oder es schlicht nicht wollen:
den nötigen willen, über sich selbst nachzudenken,
die erkenntnis, dass man selbst nur ein kleiner stein unter vielen anderen steinen ist,
die achtung vor sich selbst und vor anderen –
denn nur, wer sich selbst anerkennt und achtet, kann anderen den nötigen respekt und jene anerkennung entgegenbringen, die sie verdienen.

das wichtigste aber ist mut.
denn nicht immer findet man in sich selbst nur wunderbar strahlende dinge, sehr oft kommt auch all das ans tages.licht, was man vor sich und anderen zu verstecken sucht.
erst, wenn man diese dämonen erkennt und weiß, wie man mit ihnen umgehen muss, kann man sie besänftigen – und erst dann ist man in der lage, weiter über sich nachzudenken und endlich jenen frieden zu finden, den man mit aller macht herbeizuzwingen versucht.
ganz egal, wohin man blickt, überall begegnet man menschen, die sich ihrer dämonen entweder nicht bewusst sind oder angestrengt versuchen, sie zu verstecken – vor der welt, aber auch vor sich selbst –,
und die übersehen, dass sich die dämonen im inneren ungestört vermehren und immer mehr macht an sich reißen.
irgendwann, wenn man es am wenigsten erwartet, in den denkbar ungünstigsten situationen, brechen sie dann hervor und machen uns zu jenem menschen, der wir eigentlich nicht sein wollen.

das klingt jetzt alles wahnsinnig esoterisch, aber das ist es gar nicht.
es ist nur ein aufruf zum loslassen, zum sich über sich selbst klar werden, zum nicht immer über die anderen nachdenken, zum nach innen schauen, zum erkennen, dass vieles, was einen stört, nur spiegel dessen ist, wie man selbst auf andere zugeht.

denn wie heißt es so schön?
wie man in den wald hinein.ruft, so schallt es heraus.

oder um es mit den worten von peter fox zu sagen:

ein biest lebt in deinem haus
du schließt es ein, es bricht aus
das gleiche spiel jeden tag
vom laufstall bis ins grab

ein biest lebt in deinem haus
du schließt es ein, es bricht aus
es kommt durch jede tür
es wohnt bei dir und bei mir

erst, wenn wir dieses biest kennen, können wir uns mit ihm versöhnen, es akzeptieren und so zu einem kuschel.kätzchen machen.

es braucht nur ein bisschen mut.

 

 

 

 

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