ich mach sicher nichts, was gut für mich ist. (#kolumne)

frau x hatte einen schlag.anfall – den zweiten in folge.
herr y leidet seit jahren an chronischen magen.schmerzen – stress ist der aus.löser, heißt es.
und auch die junge z, die erst am beginn ihres arbeits.lebens steht, tut sich schwer mit dem ab.schalten – und braucht mindestens zwei gläser sommer.spritzer, bevor sie entspannt sein kann.

was die drei eint?
ihr un.wille, sich selbst etwas gutes zu tun.
je schlechter es ihnen geht, umso mehr muten sie sich selbst zu –
noch eine extra.runde im fitness.studio, egal wie sehr die muskeln schmerzen, noch mehr alkohol, um die welt zu vergessen, besonders deftige kost, um wieder zu kräften zu kommen …
bloß keine pause entstehen lassen, immer gas geben, still.stand ist das ende, so der volks.mund.

aber der volks.mund hat nicht immer recht, ganz im gegen.teil –
der volks.mund hat in einer zeit das sprechen erlernt, die anders war als unsre heutige, die langsamer war, wenn auch geprägt von gesellschaftlichen zwängen und empfehlungen darüber, wie es eben sein soll.
eine zeit, in der sogar der fern.seher sich nach mitternacht zur ruhe begab.
wir aber, wir leben in einer zeit, die niemals still.steht, wir sind umgeben von informationen, von nachrichten, kommunikation, wir müssen und wollen und machen, pausen gibt es keine mehr, es sei denn, wir nehmen uns eine.
wenn aber nicht mal der fern.seher eine pause macht, warum sollten wir es tun?

es mag ironisch erscheinen, dass manche menschen dafür zahlen, in einer yoga.stunde das handy aus.schalten zu müssen, sich unter anleitung zu bewegen und am ende der stunde minuten.lang nichts zu machen außer zu atmen und zu spüren –
aber wann sollen wir es denn sonst tun?

wann erlauben wir uns selbst, einfach mal abzuschalten, innezuhalten, die geräusche im außen auszublenden und ins innen zu lauschen, die leise stimme, die in uns spricht, wieder wahrzunehmen –
und einfach mal nichts zu müssen, nichts zu wollen, sondern einfach dem eigenen sein zuzusehen.

die antwort ist sehr einfach:
wir erlauben es uns nie.

wir essen, was uns schmeckt –
und wenn dazu eine tägliche leberkäs.semmel zählt, obwohl der arzt doch dringend dazu geraten hat, abzunehmen, dann hat halt der arzt keine ahnung.
wir bewegen uns nur so viel, wie unbedingt nötig –
alles andere ist vielleicht anstrengend, mit aufwand oder sogar kosten verbunden, nein danke.
oder wir bewegen uns viel zu viel, so viel, dass der körper schon fast aufgibt, nicht mehr kann –
und selbst dann laufen wir noch mindestens eine extra.runde, soll ja gesund sein, dieses laufen.
wir machen auch sicher nur das, was wir schon immer gemacht haben – yoga, im ernst? das machen doch nur verrückte hippies, die mit räucher.stäbchen hinter den ohren über blumen.wiesen schweben und dabei laut om shanti shanti shanti singen, aber doch kein normaler mensch!

ach, echt?

nö, weit gefehlt:
die deutsche national.elf etwa macht yoga.
pop.stars wie adam levine machen auch yoga.
und in sachen leadership.tools gilt yoga sogar als geheim.waffe.

sicher nicht, weil es nur etwas für ewig junge 68er.hippies ist –
sondern weil es kaum einen einfacheren weg gibt, sich zwischen.durch mal schnell vom all.tag zu verabschieden und dabei auch noch zu lernen, mit dem stress dieses all.tags besser klar zu kommen.

young-ho kim, ein yoga.lehrer, den ich ganz wunder.bar finde und bei dem ich gern eine zusatz.ausbildung machen möchte, meinte dazu bei einem work.shop, den ich besuchen durfte:
warum ich im all.tag so relaxt sein kann, auch wenn es mal stressig ist? hey, ich mach vinyasa.
und dafür meditiert er nicht den ganzen tag oder singt stunden.lang om, nein, er koordiniert lediglich körper und geist über den atem …
und atmet den stress einfach weg.

das könnte auch frau x lernen, herr y, und die junge z sowieso.
doch dazu müsste man aufstehen, dem problem in die augen sehen und dann die richtigen mittel wählen, um aus dem problem eine chance zu machen –
und das ist wahrlich nicht einfach, keine frage.

aber eins kann ich Euch versichern:
es zahlt sich aus, probiert es mal!

***

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

 

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