als gäb’s nur eine asana. (#kolumne)

ich geb’s ja zu:
ich hab meine hand.gelenke überlastet.

kein wunder, wenn man von ich mach hin und wieder yoga zu ich mach jeden tag yoga über.geht, ohne auch nur mit der wimper zu zucken, wenn man täglich mehr chaturangas (liege.stütz) macht, als man zählen kann, jeden arm.balance.workshop besucht, den man findet.
es ist nichts tragisches, ein erbe meiner groß.mutter mütterlicherseits, ich kenn das schon gut und weiß, wie ich damit umgehen muss –
doch auch, wenn es mich ein wenig nervt, muss ich gestehen:
es hat mir die augen geöffnet.

und das kommt so:
wenn ich morgens im bett liege und langsam auf.wache, nehme ich gern mein smart.phone zur hand und schau mir tolle yoga.fotos an.
die hier zum bei.spiel find ich groß.artig – yoga am meer, sonnen.auf- und -untergänge, wirklich toll.
oder hier, ganz wunder.bare bilder.
doch auf den meisten der bilder sind menschen zu sehen, die wie zirkus.artist/innen die schwierigsten asanas zeigen, mit einer leichtigkeit, die schier un.glaublich ist.
sehr oft sind es junge frauen, deren körper so zerbrechlich scheint, dass sich mir unweigerlich die frage auf.drängt:
wie machen die das nur?

auch ich achte auf meine hand.gelenke, weiß, wie ich das gewicht verlagern muss, damit ich im down.dog meine gelenke schone und benutze sogar manchmal einen keil.
aber in asanas, wo das gesamte gewicht des körpers auf den händen liegt, kann ich nur schwer meine hand.gelenke entlasten, da müssen sie das gewicht tragen –
mit ein grund, warum ich kaum hand.stand übe, sondern den kopf.stand bevorzuge.

natürlich sind fotos im sonnen.untergang klasse, eine schöne frau im knappen bikini, ein lässiger skorpion direkt am meer –
keine frage, solche fotos sind toll!
ein bisschen schade finde ich es dennoch:
denn es gibt so viele tolle yoga.posen, die es wert wären, gezeigt zu werden.
oder lustige ideen, wie man eine schein.bar einfache pose fotografieren kann.

© Sybille Ebner - sinn.wort.spiel.

© Sybille Ebner – sinn.wort.spiel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

denn yoga ist so viel mehr als reine artistik –
und selbst menschen, die ihr leben lang keine umkehr.haltungen praktizieren, können dennoch von sich behaupten, gutes yoga zu machen …
einfach, weil yoga kein zirkus ist.

yoga ist das, was in uns steckt, etwas, das wir vielleicht erst finden, mit dem wir aber sehr acht.sam umgehen müssen.
ein geschenk, das wir hüten, und das wir ebenso sorg.sam pflegen wie den körper, mit dem wir dieses geschenk aus.üben.
das kann ein hand.stand sein, natürlich!
der unter.schied für mich ist nur:
es muss kein hand.stand sein –
denn besser ist es, die asanas richtig zu beherrschen, den körper so auszurichten, dass er nicht unter der täglichen praxis leidet, und nicht nur posen zu üben, die sich komisch anfühlen, damit man dann irgendwann vielleicht ein tolles foto machen kann.

und ich finde, das dürfen die menschen da draußen ruhig wissen.

#namaste!

*
übrigens:
wenn Ihr in ein gutes yoga.studio geht, werdet Ihr in einer normalen stunde weder hand.stand noch kopf.stand oder den skorpion machen müssen –
sowas gibt es meistens in eigenen work.shops.

wenn doch, dann wechselt lieber das studio –
kein seriöses yoga.studio würde yoga.neulinge in den kopf.stand zwingen!

*

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

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Ein Kommentar zu “als gäb’s nur eine asana. (#kolumne)

  1. Pingback: Als gäb’s nur eine Asana – die ‚Push mein Ego‘-Asana | Sibl and the Wheel

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