von den kleinen dingen. (#kolumne) (#ytt)

zwanzig kleine gesichter sehen mich erwartungs.voll an.
zwanzig kleine gesichter, die nicht genau wissen, was auf sie zu.kommt –
außer der tat.sache, dass mein für sie überraschender besuch eine aus.zeit vom schnöden schul.alltag bedeutet.

wir sitzen im sessel.kreis und sprechen über yoga
denn die lehrerinnen der alters.gemischten volksschul.klasse meiner tocher haben mich gefragt, ob ich kleine yoga.einheiten in ihren montäglichen schul.alltag einbauen könnte …
einerseits um für ein wenig abwechslung zu sorgen –
andererseits aber auch, um den kindern ein bisschen achtsamkeit zu lehren, körper.bewußtsein, und vielleicht sogar das wissen um die macht des eigenen atems.

die erste einheit ist eine frage.antwort.stunde.
eigentlich soll ich kurz erzählen, was yoga eigentlich ist, als auch schon die ersten kinder ihre arme in die luft strecken, um mitreden zu dürfen –
und ich stelle voller staunen fest, dass jedes kind zumindest schon einmal von yoga gehört hat, einige kennen es von ihren eltern, andere aus tanz.filmen oder dem fernsehen, und ein paar von den jungs wissen, dass es da ein paar echt coole sachen gibt, die sie interessieren würden:
hand.stand, kopf.stand, unterarm.stand …
war ja klar, denk ich mir schmunzelnd.
aus der frage.stunde wird schnelle eine mit.mach.stunde, wir besprechen anhand von diversen asanas, was yoga eigentlich ist, entdecken muskeln, von denen manche gar nicht wussten, dass sie diese besitzen –
es ist ein wuseln und ein kichern und ein fragen, die kinder stehen in adlern und bäumen und bergen
und machen begeistert mit.

sogar der älteste und stärkste junge der klasse (in alters.gemischen klassen lernen kinder von der ersten bis zur vierten klasse miteinander), der yoga blöd findet, weil es nur für mädchen ist, ändert schnell seine meinung –
und ist komplett begeistert, als ich ihm chaturanga dandasana zeige, weil er es spannender findet als normale liege.stütz …
er wünscht sich viele muskeln, und wenn er dafür yoga machen muss:
ok.

als es zeit für mich ist, die klasse wieder zu verlassen,
und zeit für die kinder, weiterzulernen,
habe ich ein breites lächeln im gesicht:
denn die kleinen dinge sind es, die mich immer wieder so glücklich machen.

kinder sind so begeisterungs.fähig, so neugierig, sie lernen so gern und machen alles voller freude mit –
vorausgesetzt, man lässt sie, man nährt diese begeisterung mit neuem, man achtet darauf, diese kleine flamme in ihnen nicht erlöschen zu lassen, denn dann können kinder alles schaffen …
und werden zu selbst.bewussten und liebe.vollen erwachsenen.

wie schön, dass ich manche von ihnen auf ihrem weg dort.hin begleiten darf.
#namaste!

***

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

 

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