ein anderes wort für aufregend? #ytt!

was macht man, wenn man weiß, dass man etwas neues lernen wird?
man liest und recherchiert und liest weiter und recherchiert noch mehr –
klar.
und findet die wildesten sachen:

menschen, die sich erleuchtet fühlen, die ihr bisheriges leben bereuen, die jeden tag mit yoga beginnen und beenden, die in sexy klamotten an den wunderlichsten orten noch wunderlichere posen zeigen, leute, die das training abbrechen, weil sie es körperlich  nicht schaffen, und andere, die nach dem ersten gleich einen zweiten lehr.gang absolvieren.

und mitten drin in diesem wirr.warr an informationen bin ich.

nein, erleuchtet fühle ich mich (noch) nicht.
ich steh auch nicht jeden tag mit der sonne auf und mache zwölf sonnen.grüße.
und ich werde bestimmt keine fotos von mir in sexy unter.wäsche in soziale netz.werke posten –
im bikini, vielleicht, aber nicht im string.tanga.

ich mach einfach das, was sich richtig anfühlt – weil ich es gern mache.
ob das reicht?
für mich jedenfalls ist es genug.

#namaste.

© Sybille Ebner - sinn.wort.spiel.

© Sybille Ebner – sinn.wort.spiel.

 

 

 

 

 

 

 

 

viel lärm um nichts. (#kolumne)

die wogen gehen hoch –
wie immer, wenn es ums auto.fahren geht.

tempo 80 auf einem teil.stück der salzburger auto.bahn
klingt eigentlich nicht nach etwas, das riesen.aufregung verursachen könnte.
doch das tut es.

eigentlich ist es ja nicht schlimm, wenn menschen sich für eine sache begeistern, diese ablehnen oder unterstützen.
in diesem fall jedoch ist es anders –
die eigentlichen fakten sind schon längst vom tisch verschwunden, jetzt geht es nur mehr darum, wer gewinnt.
und das auf eine art und weise, die verabscheuens.würdig ist.

vom aufknüpfen der grünen ist die rede, von einer frechheit, davon, wie unglaublich bescheuert diese politikerin sei, die tempo 80 einführen möchte, und davon, wie die demokratie mit füßen getreten wird.
und die betreiber der gegnerischen facebook.seite scheinen sich über solche aussagen auch noch zu freuen –
denn es gibt weder einen kommentar zu solchen aussagen, noch werden diese kommentare gelöscht.
mit polemik und suderanten.tum ist wahrlich gut stimmen fangen.

niemand scheint mehr zu bedenken, dass dieses tempo.limit einen sinn hat, dass es um gesundheitliche aspekte geht, dass man dadurch nicht mehr verliert als sechzig sekunden, die man nun länger braucht, um von a nach b zu kommen.
stattdessen wird polemisiert, aber.tausende klicken vermeintlich anonym auf den gefällt.mir.knopf, schreiben vermeintlich anonym hass.reden, die in den mund zu nehmen sie sich nie trauen würden.

ach, wie einfach ist es doch, sich zuhause, gemütlich mit einer tasse kaffee, den hass von der seele zu schreiben!

wenn es aber ernst wird, wenn es darauf ankommt, für oder gegen etwas zu kämpfen, wenn man dafür mehr tun muss, als den computer einzuschalten und ein paar mal gefällt mir zu drücken –
dann ist es vorbei mit der unterstützung.
dann sitzen nicht mehr als eine hand.voll menschen in dem lokal, in dem gespräche statt.finden.
dann ist es auf einmal gar nicht mehr so einfach, sich aufzuregen –
schließlich gibt es im echten leben keinen gefällt.mir.knopf.

und das gefällt mir.

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© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com