beschreibungen – und warum sie so wichtig sind. #schreibwerkstatt

beschreibungen in texten sind eine komische sache –
beschreibt man zu viel, lenkt es von der geschichte ab, beschreibt man zu wenig, erreicht man die leute nicht, beschreibt man das falsche, versteht keine/r mehr den text, beschreibt man es auf falsche weise, wird’s schnell lächerlich.
bestes beispiel dafür sind liebes.szenen:
wer sich da in der beschreibung zu sehr auf das körperliche konzentriert, riskiert, ins pornografische abzurutschen, wer nur die emotionen beschreibt, wird schnell zu elegisch.
eine schwierige sache.

deshalb war beschreiben auch das thema der letzten schreib.werkstatt.
schon in der haus.aufgabe musste etwas beschrieben werden: fünf sekunden einer situation, möglichst genau.
in der stunde selbst haben wir dann besprochen, wie sich beschreibungen mit dem genre verändern, wie die wahl der worte die beschreibung beeinflusst, und das dann auch geübt.

meine lieben schreiberlinge mussten zuerst ihr lieblings.buch mit nur drei worten beschreiben (weil gerade kurze beschreibungen schwierig sind) und dann eine farbe, und zwar so, dass wir sie erraten konnten (ohne sie zu nennen, natürlich).

interessanterweise wird am meisten die farbe rot beschrieben, vielleicht, weil uns zu dieser farbe die meisten assoziationen einfallen … rot wie die liebe etwa.

* * *

als haus.aufgabe gibt’s diese woche folgendes:
schreibe eine geschichte, die mit den worten Ich öffnete die Schachtel und beginnt.

wie lang diese geschichte wird, hängt von den persönlichen schreib.vorlieben ab, auch das genre, das man wählt.
ich bin schon sehr gespannt, welche ideen meine schreibenden haben.

#GutSchreib!