stunden.rückblick. #schreibwerkstatt

das thema der letzten schreib.werstatt lautete:
wie kann ich es mir leichter machen, etwas zu schreiben
sei es eine geschichte, ein buch, die eigene biografie.

am anfang vieler texte steht die text.skizze
die eigene idee in wenigen sätzen ausformuliert.
das klingt weitaus schwieriger als es ist und lässt sich anhand von schon bestehenden werken leicht üben, in etwa so:

– mädchen und junge aus verfeindeten familien verlieben sich.
– ihre liebe muss geheim bleiben, nur wenige wissen davon.
– trotz aller widerstände heiraten die beiden und schmieden einen fluchtplan.
– der plan misslingt, am ende sind beide tot.

jede/r weiß, um welche tragödie es sich handelt, die geschichte ist klar umrissen, alle weiteren details könnten dann in einer mind.map festgehalten werden, einer art landkarte der eigenen ideen und gedanken, die sich beliebig erweitern lässt.
ich verwende dazu gerne post.its, diese kleinen klebe.zettel, auf denen gedanken schnell formuliert und an der richtigen stelle der mind.map platziert werden können.
so entsteht fast von selbst das gerüst einer geschichte, an dem wir uns festhalten können, wenn wir mal nicht weiter wissen.

manchmal aber scheitern wir schon am gefürchteten ersten satz.
der erste satz eines buches scheint so wichtig zu sein, dass er einen immensen druck auf uns ausübt. dabei wird dieser erste satz selten auch wirklich als erstes geschrieben.
diesen druck können wir mit einem einfachen trick von uns nehmen:
wir schreiben einen ersten satz für unseren text oder unser buch, irgendeinen –
im wissen, dass dieser mit großer wahrscheinlichkeit nicht wirklich der erste sein wird, sondern irgendeiner, vielleicht werden wir ihn sogar wieder löschen.
dann schreiben wir weiter.
und irgendwann entscheiden wir uns dann für einen ersten satz –
vielleicht sogar für jenen, den wir als erstes geschrieben haben.

* * *

die haus.aufgabe diese woche ist eine spannende:
schreibe einen text, der nur aus verben besteht –
erlaubt sind alle zeitformen sowie das wörtchen und, damit es nicht ganz so schwierig ist.

was macht das mit einem text? was kann ich mit so einem text erzählen? kann ich überhaupt etwas erzählen?
das für sich selbst zu erleben ist die aufgabe.
ich freu mich auf die ergebnisse!

 

 

neue ziele am horizont. (#lektorat) (#ytt)

wie sich manche dinge im leben fügen, ka hätte wirklich große freude damit.

da interessiert frau sich für yoga, plant eine ausbildung zur yoga.lehrerin, um das innere lächeln anderen weitergeben zu können – und just in diesem augen.blick kommt der auftrag, ein buch zu korrigieren, das geschrieben wurde, um menschen zu helfen, sich selbst zu akzeptieren, zu sich zu finden und sich selbst zu lieben.
wie passend!

ich freu mich sehr darüber, diese chance zu bekommen, denn ich bin sicher, dass meine ausbildung und dieses buch ganz wunderbar harmonieren werden – gerade in dieser verwirrenden zeit, in der wir leben, machen es sich viele menschen unnötig schwer.
und vielleicht kann ich ihnen ein kleines bisschen helfen, klarer zu sehen, sich selbst mehr zu akzeptieren, und am ende ein glücklicherer mensch zu sein –

einfach für sich selbst.
einfach, weil es schöner ist, lustiger.
und weil es angenehmer ist, morgens einem glücklichen ich im spiegel zu begegnen als einem, dem das guten morgen nur schwer über die lippen kommt –
und ein lächeln schon gar nicht.

ich freu mich darauf!

#namaste und #danke!

***

© Denis Junker - Fotolia.com

das glück, wie es hätte sein können. (#rezension)

‚Er belügt Lucie. Zum ersten Mal.‘

und damit beginnt für serge eine liebes.geschichte, die er sich so wohl in seinen wunderbarsten träumen nicht hätte ausmalen  können.
noch dazu mit einer frau, die ’nicht zu seiner Welt gehört, weder der von gestern noch der von heute, sie ist alles, was er nicht kennt, sie gleicht einer Frau, die man verwechseln kann, (…), einer beliebigen Passantin.‘
und doch berührt sie ihn auf eine weise, die serge nicht kennt, nie kannte, die ihn rast.los werden, nicht mehr klar denken, ihn seine frau belügen lässt und seine fassade zum einsturz bringt.
doch auch für suzanne ändert sie alles, jene begegnung mit serge – ‚Ich sagte ihm nicht, dass mein Leben gerettet und verloren war, dank ihm.‘

was klingt wie eine geschichte, die schon tausend.mal erzählt wurde, ist so viel mehr als nur eine liebes.geschichte – denn jene liebe, die zu beginn auflodert wie ein kleines feuer , ist bald schon nur mehr schmückendes bei.werk.

ob mich schon je ein buch so berührt hat wie dieses?
ich glaube nicht.
zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.
véronique olmi zieht die leser/innen in einen bann, ihre worte sind wunder.bar, ein.deutig – und sehr oft mehr als zwei.deutig. man ist als leser/in dabei, ein stiller voyeur, fast glaubt man, den duft frischen baguettes zu riechen, die geschäftigkeit französischer straßen zu spüren, während yann tiersen leise eine kleine melodie auf dem klavier spielt.
zuweilen vergisst man, dass man ein buch liest, man fühlt sich hinein.versetzt in einen film, vielleicht von jean-pierre jeunet, zauber.haft.bunt und doch so un.endlich dunkel, voller abgründe, mit denen niemand gerechnet hätte, die einen jedoch zu heißen tränen hin.reißen.
spielerisch wechselt véronique olmi die sicht.weisen, erzählt mal dieses, mal jenes, verirrt sich aber niemals in ihren worten, verheddert sich nicht in der geschichte – und zerstört am ende all jene süßen träume darüber, wie es denn hätte sein können.

‚Ich gehe, und die Straßen, die ich hinter mir lasse, stürzen lautlos ein.‘

***

Das Glück, wie es hätte sein können
Véronique Olmi
Verlag Antje Kunstmann, München 2014
ISBN: 978-3-88897-927-9

dank an den verlag für das rezensions.exemplar.

 

geschafft.

lustig – wer kennt’s?

‚das papageienbuch – liebesgeschichten aus dem alten indien‘.
wieder einmal was für den anaconda verlag korrigiert – und wieder einmal sehr viel spass gehabt.

ein papagei hält eine ehefrau davon ab, ehebruch zu begehen, in dem er ihr jede nacht geschichten erzählt – das ist lustig, spannend, und natürlich sehr moralisch. ;)

und wieder etwas fertig.

diesmal war es wirklich schwer.
schwer zu lesen, manchmal sogar schwer zu verstehen.
und sicher nichts, wo man schnellschnell mal drüber lesen kann.

aber ich glaub, jetzt bin ich ein wenig gescheiter.
äh, oder so. :)

für den anaconda verlag korrigiert: ‚psychologie der massen‘ von gustave le bon.

ganz genau.

das ist ganz genau mein bild. :)
mädchen auf buch gestützt

(fotografiert in bregenz, 2010.)