was yoga mit orchideen gemeinsam hat. (#ytt)

das erste wochen.ende des yoga.teacher.trainings liegt hinter mir.
es war heiß, intensiv, lehr.reich, lustig, tänzerisch und hat wahn.sinnig spaß gemacht.

und mitten drin, während eines anregenden morning.flows, hat sich plötzlich ein gedanke in mir breit gemacht, der mir ein breites grinsen ins gesicht gezaubert hat –
weil er so plötzlich kam, und irgend.wie so un.passend und zeit.gleich auch so wahr erschien:

mit dem yoga ist es wie mit orchideen.
man muss sich gut um beide kümmern – aber nicht zu viel.
und natürlich auch nicht zu wenig.

denn einerseits ist es so:
wer seinen orchideen zu viel wasser gibt, um ihnen gutes zu tun, ertränkt sie.
wer ihnen kein wasser gibt, weil er nur selten an sie denkt, lässt sie verdursten.

und andererseits ist eben auch so:
wer beim yoga zu viel will, auch wenn er es gut meint, wird viel zu schnell an seine grenzen kommen und verzweifelt aufgeben.
wer aber fast gar nichts macht und nur hin.und.wieder ein paar minuten auf der matte verbringt, der wird nie das erreichen, was er eigentlich erreichen könnte.

auch wenn es ein etwas schräger gedanke ist –
für mich als orchideen.und.yoga.freak ist er absolut stimmig und ein wunder.schönes sinn.bild.

in diesem sinne:
liebt Eure orchideen –
und pflegt Euren yoga.weg.

#namaste!

© Sybille Ebner - sinn.wort.spiel.

© Sybille Ebner – sinn.wort.spiel.

 

 

 

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neue ziele am horizont. (#lektorat) (#ytt)

wie sich manche dinge im leben fügen, ka hätte wirklich große freude damit.

da interessiert frau sich für yoga, plant eine ausbildung zur yoga.lehrerin, um das innere lächeln anderen weitergeben zu können – und just in diesem augen.blick kommt der auftrag, ein buch zu korrigieren, das geschrieben wurde, um menschen zu helfen, sich selbst zu akzeptieren, zu sich zu finden und sich selbst zu lieben.
wie passend!

ich freu mich sehr darüber, diese chance zu bekommen, denn ich bin sicher, dass meine ausbildung und dieses buch ganz wunderbar harmonieren werden – gerade in dieser verwirrenden zeit, in der wir leben, machen es sich viele menschen unnötig schwer.
und vielleicht kann ich ihnen ein kleines bisschen helfen, klarer zu sehen, sich selbst mehr zu akzeptieren, und am ende ein glücklicherer mensch zu sein –

einfach für sich selbst.
einfach, weil es schöner ist, lustiger.
und weil es angenehmer ist, morgens einem glücklichen ich im spiegel zu begegnen als einem, dem das guten morgen nur schwer über die lippen kommt –
und ein lächeln schon gar nicht.

ich freu mich darauf!

#namaste und #danke!

***

© Denis Junker - Fotolia.com

nehmt Euch in acht vor den vampiren! (#kolumne)

nehmt euch in acht, leute, passt auf euch auf, da draußen treibt sich eine gefährliche spezies herum, die es nur auf eines abgesehen hat:
eure energie!

diese spezies tarnt sich als freund oder freundin, lächelt anfangs an den richtigen stellen, freut sich über männer.treffen und frauen.gespräche, diskutiert gern sämtliche große und kleine probleme aus (vorzugsweise die eigenen) und scheut nicht davor zurück, ständig kleine nadeln in form von vorwürfen auszusenden – man kennt sie unter dem namen energie.vampire.

das fiese an dieser art mensch?
sie wälzen sämtlichen emotionalen müll auf andere ab, erzählen unwichtigste begebenheiten immer und immer wieder, bis sie zu massiv erscheinenden problemen werden, beschweren sich über jede kleinigkeit, übernehmen aber seltenst verantwortung – und selbst der versuch, etwas positives beizusteuern, wird im keim erstickt, denn alles positive wird mit noch mehr negativem zerstört.

offenbar sind solche menschen ein mittlerweile recht großes problem, nicht umsonst gibt es etliche websites, die sich mit diesem thema beschäftigten, nicht umsonst besuchen menschen psycho.therapeut/innen, um sich von den blut.saugern frei zu machen.
dort lernt man dann dinge wie
begegne diesen menschen niemals allein, denn in der gruppe verlieren sie ihre kraft,
oder
gib ihnen eine chance  – aber nur eine, um dich selbst zu schützen,
oder
halte abstand.

doch all das wissen wir ja eigentlich.
und es fällt uns auch nicht schwer – solange es sich bei dem vampir nicht um einen guten freund oder eine liebe freundin handelt.
denn dann sieht die sache ganz anders aus.
dann versuchen wir, den menschen zu retten, ihm zu helfen, ihm zu zeigen, wie wunderbar das leben sein kann – und scheitern.
dann wälzen wir seine probleme, als wären es unsere eigenen, vergessen darüber unser eigenes leben ein kleines bisschen, bieten lösungs.vorschläge für probleme, die weder groß noch unsere eigenen sind – und scheitern wieder.

irgendwann erkennen wir dann, dass wir uns los.lösen müssen, dass der andere gar nicht möchte, dass ihm geholfen wird, dass er sich wohlfühlt in all seinen problemen, weil er sich darüber definiert, weil er so etwas zu erzählen hat – und es immer und immer wieder um ihn selbst geht.

und das gemeine an der sache:
wenn man sich von diesen vampiren zu entfernen versucht, egal wie liebevoll, hagelt es vorwürfe, bricht streit aus, werden gemeinheiten ausgepackt, und man weiß plötzlich nicht mehr, wieso man eigentlich ständig für den anderen da war und wieso man akzeptiert hat, all die zeit über so wenig zurückzubekommen.

denn nur so kann man geben:
wenn man auch mal was zurückbekommt.
gar nicht andauernd, sondern manchmal, hin und wieder, dann, wenn es einem selbst mal nicht so gut geht.
mehr erwartet man ja gar nicht.

das klappt so aber nicht –
denn meistens bekommt man nichts.
gar nichts.
und dann steht man da, mit den problemen eines anderen, die derjenige aber gar nicht lösen möchte, und  bekommt vorwürfe, weil man dieses spiel nicht mehr mitspielen will.
ein teufels.kreis.

aber ich sag euch eines:
ich mach da nicht mehr mit.
ich geh jetzt in den laden, kauf mir knoblauch, hol mir weih.wasser und schapp mir das kruzifix von der wand –
und sag euch den kampf an!

denn das leben ist schön!
das leben ist lebens.wert!
und all die probleme, die ihr zu haben glaubt, sind oft gar nicht so groß, wie sie scheinen –
sie gewinnen erst an macht, weil ihr ihnen mit worten immer wieder macht verleiht.

aber ich sag euch was:
ich mach da nicht mehr mit!

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© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

gedanken.karussell. (#ytt)

augen schließen.
ein.atmen.
und aus.atmen.
schultern rotieren weg von den ohren.
nach hinten.
oder unten?
unten.hinten?
oh, ein.atmen!
und aus.atmen.
gewicht auf das rechte bein verlagern,
langsam das linke bein heben
und den fuß einstellen,
auf den rechten oberschenkel.
ach, und natürlich wieder ein.atmen.
nicht umfallen!
einen punkt auf der wand fixieren,
wie war noch der name von dem punkt an der wand,
den ich immer anstarre,
damit ich nicht umfalle,
einbeinig?
oh, ein.atmen!
augen schließen.
nein, augen wieder auf,
sonst falle ich um,
den punkt anstarren,
drishti,
war es nicht drishti?
ja, genau,
aus.atmen,
drishti, das war’s,
ach mann,
eigentlich wollte ich doch die gedanken fliegen lassen,
und jetzt vergess ich sogar auf’s
ein.atmen,
oh, es ist schon das andere bein dran,
aus.atmen,
nicht umfallen,
und die gedanken fliegen lassen.

namaste.

© Sybille Ebner - sinn.wort.spiel.

© Sybille Ebner – sinn.wort.spiel.

kalter entzug. (#kolumne)

still ist es geworden, ich weiß.
nicht nur hier auf dem blog, sondern auch auf allen anderen sozialen platt.formen, auf denen ich mich sonst so herum.treibe.

still ist es geworden, ich weiß –
und das hat einen grund:
ich hab mich im neuen jahr selbst auf entzug gesetzt –
auf facebook.entzug, social.media.entzug.
und ich muss sagen:
es fühlt sich großartig an!

ich hab einfach die facebook.app von meinem handy gelöscht – mehr war eigentlich nicht nötig.
der automatisierte griff zum handy, in jeder freien minute, um sich über vollkommen sinnbefreite status.beiträge zu informieren – vergangenheit.
das aufregen über dinge, die ich zwar nicht gutheiße, die über soziale medien aber von mücken zu elefanten werden – auch vergangenheit.

ich sammle noch immer kleidung für flüchtende, ich kämpf noch immer gegen schwurbelnde impf.gegner/innen, ich schreib noch immer auf meinem blog, und ich informier auch immer noch über die geschehnisse in der welt – aber anders, gezielter, nicht mehr bloß so. sondern abends, eine viertel.stunde lang, damit ich nicht völlig den blick auf die mediale welt verliere.

ich konnte in der so gesammelten frei.zeit ein stirn.band stricken, drei gute bücher lesen, vier neue yoga.posen erlernen, mit meinen kindern wunderbar beruhigende zentangles ausmalen und öfter mal tief durch.atmen, das schnee.treiben beobachten, den vögeln beim singen zuhören.
außerdem hab ich viele neue fotos für meinen instagram.account machen und ein paar neue ideen für meine aktuellen projekte sammeln können.
und das alles in den paar tagen, die seit silvester vergangen sind.

was ich versäumt hab?
status.meldungen über ausgedehnte shopping.touren, neueste theorien über nanobots, die unseren kindern mittels impfungen eingepflanzt werden, dann noch, warum diese jeans jener vorzuziehen ist, fragen zu haar.farben, und natürlich rassistische aufreger und sinnbefreite hetz.kommentare.
ewig schad drum.

wirklich schade ist allerdings, dass viele meiner freund.innen es nicht schaffen, sich von facebook auch nur ein bisschen zu lösen – jeglicher kontakt, der nicht über die soziale platt.form läuft, scheint unmöglich zu sein. der griff zum handy ist wohl ungleich schwieriger als das tippen in den computer.
dafür lebt der kontakt mit anderen auf, die sich ebenfalls frei machen von netz.werk.zwängen – oder nie gefangen waren.

probiert es aus, macht Euch frei –
es gibt so vieles, was spannender ist als das verbreiten von unwahrheiten in sozialen netz.werken.
und keine sorge:
es tut gar nicht weh!

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

das wahre #leben (2). (#prosa)

die haus.arbeit ruft.
staub.saugen, wäsche.waschen, fenster.putzen – das übliche eben.
niemand macht es gern, jeder muss es tun.
wert.erhalt, nennt es ihre mutter – damit man auch später noch was hat von der wohnung.
nervig – nennt sie es, auch wenn man später noch was hat von der wohnung.
also sucht sie miss.mutig lappen und eimer, schnappt sich eine zeitung (für die fenster, alter trick ihrer oma) und das allzweck.putzmittel –
und legt los. Weiterlesen

worte sind mächtig. (#kolumne)

letztens wieder, in einem sozialen netzwerk:
jemand wundert sich, wieso ein anderer unter seinem blog.beitrag kommentiert, dass im artikel viele fehler wären und man sich doch hilfe in sachen korrekter zeichen.setzung holen solle.
ein zugegeben etwas verwegener kommentar, vor allem, weil er anonym geschrieben wurde und keinen fehler direkt anspricht.
bei näherer betrachtung des artikels, um den es ging, finden sich dann wirklich ein paar fehler, nichts dramatisches, flüchtigkeits.fehler, die einem im eifer des gefechts schon mal unterlaufen – die man allerdings bei nochmaligem durchlesen des geschrieben entfernen könnte.
(ja, schreiben ist arbeit, das vergessen manche gern.)
aber das ist gar nicht das problem an der sache – immerhin sind kleine tipp.fehler keine große sache, und der artikel, um den es geht, ist nett geschrieben und schön zu lesen.

eine große sache allerdings ist die art und weise, wie mit der kritik umgegangen wird:
fehler seien kein problem, liest man etwa in den kommentaren, sowas läuft unter dem deck.mantel der künstlerischen frei.heit.
nein, tut es nicht, bestes beispiel ist meine klein.schreibung samt punkten mitten im wort: sowas funktionert nur, wenn man alle regeln korrekt beherrscht und damit spielen kann – sonst entsteht nichts außer einem wirr.warr, das niemand versteht. man liest es aus einem text heraus, ob er mit regeln spielt und ob die verfassende person einfach keine ahnung hat.
nicht zu vergessen: es gibt regeln für korrektes schreiben, die man als schreibender mensch zumindest grundlegend kennen sollte. und es ist mir noch immer schleierhaft, wieso man zwei plus zwei ergibt fünf ausbessern darf, ich hofe, das morgen schönes weter ist. aber nicht.
aber auch das ist es nicht, was mich so erschreckt hat, denn daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt – nein, es geht um das eine wort, das immer kommt, sobald jemand einen schreib.fehler anmerkt:
rechtschreib.nazi, wahl.weise auch grammatik.nazi – aber immer mit dem unsäglichen wort nazi als zweiten wort.teil.

wisst Ihr eigentlich, was Ihr da schreibt?

kurz zur erinnerung – so beschreibt wikipedia dieses wort:
Nazi ist ein Kurzwort für einen Anhänger des Nationalsozialismus und wird umgangssprachlich zumeist abwertend gebraucht.
heute ist es vor allem ein wort für menschen, die hitler noch immer toll finden, die gegen flüchtende menschen hetzen, leider sehr oft am untersten (bildungs.)rand der gesellschaft angesiedelt sind und vor allem islam und judentum für das größte übel der welt halten – einfach gesagt.
gerade in zeiten wie diesen sollte man also genau dieses wort nicht unbedingt einfach so mal in die runde schmeißen und sich dabei auch noch toll vorkommen.
es gäb nämlich eine große zahl an alternativen: rechtschreib.polizei etwa, herr ober.gscheit, oder (wie in den kommentaren gelesen) frau duden – um nur ein paar zu nennen. die meisten dieser worte sind auch nicht gerade nett und sagen genau das aus, was eben ausgesagt werden soll – das wort nazi jedoch in so einem kontext zu verwenden, lässt es harmlos erscheinen, man gewöhnt sich daran, und bald schon ist es nichts schlimmes mehr, ein nazi zu sein. ich bin dann eben ein recht.schreib.nazi, jemand anderer ist ein musik.nazi, und ob der kahlrasierte nachbar ein richtiger nazi ist, das ist dann auch schon egal, man hat sich daran gewöhnt.

worte sind mächtig, auch wenn das gerne vergessen wird.
worte können dinge verändern, können eine waffe sein, ein mächtiges schwert gar.
und es gibt regeln für die verwendung von worten, die teil unserer kultur sind, teil unserer bildung – und die ganz offensichtlich vor allem jene nicht beherrschen, die nichts schlimmes daran finden, ein wasch.echter nazi zu sein.
natürlich – kleine fehler, rechtschreib.schwächen, mal ein falscher bei.strich, daran ist nichts verwerflich.
diese fehler aber als persönliches marken.zeichen zu definieren, ist schon ein wenig fragwürdig –

und jemanden einen nazi zu schimpfen, nur weil er einen artikel auf einem blog ohne fehler lesen möchte, zeugt wirklich von wenig haus.verstand.

***

falls die verfasserin des blog.artikels mitliest: ich möchte unbedingt anmerken, dass es in meinem artikel nicht um ihren beitrag geht, sondern um die kommentare dazu – sie selbst hat dieses unsägliche wort nicht verwendet. danke dafür!
(dass sie besagter kommentar verwirrt hat, ist klar – einfach so kritik vor den latz knallen, völlig unkonstruktiv, ist echt ziemlich daneben.)

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© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

sich schämen für korrekte rechtschreibung? nein danke. (#kolumne)

letztens wieder, in einem sozialen netzwerk:
jemand schreibt einen kommentar, dann noch einen.
in einem deutsch, dass ich zuerst dachte, er wäre ein kind, das gerade die rechtscheibung erlernt.
weit gefehlt –
ein herr in den fünfzigern saß am anderen ende der digitalen leitung und tippte diese sätze.
doch nicht nur das:
er besserte auch andere aus, entdeckte fehler, wo keine waren, und übersah eine menge echter fehler.
also fasste ich mir ein herz und merkte an, dass er lieber niemanden ausbessern solle, immerhin sei sein eigenes sprachverständnis doch ausbaufähig.

natürlich ging es wieder los, das laute geschrei, ich solle doch selber erst mal schreiben lernen, und überhaupt soll doch jeder schreiben, wie er will, was bilde ich mir denn überhaupt ein.

und wieder einmal dachte ich:
nein, es kann nicht jeder schreiben, wie er will.
es gibt regeln, und diese regeln schützen unsere sprache vor dem kompletten niedergang.
also, würden sie schützen, gäbe es wächter, die darauf achten würden, dass menschen die korrekte schreibung beherrschen.

in der mathematik käme doch auch niemand auf die idee, zu schreiben:
zwei plus zwei ergibt fünf,
und sich dann aufzuregen, wenn jemand ihm erklärt, dass das falsch ist.
niemand würde sich beschweren, dass doch jeder rechnen soll, wie er will, eben weil es in der mathematik anerkannte regeln gibt, an die sich jeder hält.
die gäbs in der deutschen sprache auch – nur beherrscht sie noch kaum jemand, und niemand will sie korrekt anwenden.
nein, ganz im gegenteil:
man ist stolz darauf, nicht schreiben zu können, die andren könnens ja auch nicht, nur die ober.gscheiten, die bilden sich was drauf ein, rechtschreiben zu können.

ja.
stimmt.
ich bin stolz darauf, einen text verfassen zu können, der vielleicht mal einen tipp.fehler enthält, aber keine schweren grammatik.fehler oder eine rechtschreibung, bei der man wörter nur mehr anhand ihres klangs erraten kann.
und nein, ich schäme mich nicht dafür, das zu können.
schämen würde ich mich eher, wenn ich so schraiben würt wi manche der leude die keine komas sezzen und fremdwörder wie ‚musche‘ liber nicht ferwenden solten. am pesten gar kaine wörder.

ja, schämt Euch!
immerhin haben wir das alle gemeinsam in der schule gelernt, eigentlich.
und überlegt Euch:
wenn nicht.rechtschreiben zu können etwas ist, worauf man stolz sein kann –
wo wird das enden?

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© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

wieder #daheim.

fast ein monat ist verstrichen, seit ich den letzten beitrag verfasst habe.
ein monat, in dem ich wahrlich keine zeit hatte, auch nur eine zeile zu schreiben –
und der mir doch ideen für mehrere monate geliefert hat.

mein kleines schwarzes buch, das mir gemeinsam mit seinen brüdern und schwestern schon viele jahre lang gute dienste leistet, hat alle ideen brav in sich aufgenommen und verwahrt.
und jetzt, genau in diesem augen.blick, liegt es vor mir, aufgeschlagen, offenbar mir sein innerstes und wartet darauf, dass ich schreibe, die ideen verarbeite, etwas daraus mache.
was leichter klingt, als es ist –
und eine menge arbeit mit sich bringt.

doch ich freue mich darauf.
ich freue mich über den blick in meinen garten, den geruch der kürbisse neben mir und das gefühl meiner finger auf der tastatur –
also los!

kerze im fenster. (2)

denn die musik, die er heute aus dem zweiten zimmer auf der rechten seite hört, ist eine andere.
genauso leise, genauso rhythmisch –
aber trotzdem anders.

er legt seine kribbelnden finger auf die türklinke, drückt sie leise hinunter und öffnet die tür ins dunkle zimmer. die musik wird ein wenig lauter, er riecht ein parfum.
aber auch das ist ein anderes als an den vorherigen donnerstagen.
noch bevor er die tür ganz geschlossen hat, beginnt er, seinen gürtel zu öffnen.
zwei schritte weiter lässt er die hose an den beinen entlang nach unten rutschen und schüttelt sie ab.
drei schritte weiter fällt das shirt.
einen schritt weiter die boxershorts.

dann ist er am bett angekommen – so wie jeden donnerstag.
er kann nur umrisse erkennen, eine dunkle silhouette liegt auf dem bett, doch im widerschein der kleinen kerze erkennt er kaum mehr als das.
muss er auch nicht –
er weiß, was ihn erwartet.

so wie jeden donnerstag in den vielen monaten zuvor geht er rund um das bett, hebt die leichte decke und schlüpft darunter. wärme empfängt ihn, er kann einen körper neben sich spüren, einen körper, der leicht zurückweicht, als er sich nackt an ihn schmiegt. doch auch das kennt er, er lässt sich nicht abhalten, rückt näher, umfängt den anderen körper, fühlt ihn –
und schließt die augen.

***

(weiter.lesen.)