draußen schneit es, sagte meine mutter. (#lyrik)

draußen schneit es,
sagte meine mutter einmal zu mir, als ich noch ein kleines kind war,
komm, sieh dir die flocken an, sie tanzen so wunder.hübsch durch die nacht, wie es nur schnee.flocken können, das musst du sehen,
und ich,
ich kletterte aus meinem bett und blickte aus dem fenster, mit großen augen und pochendem herzen,
weil der erste schnee doch immer spannender ist als der zweite oder der dritte,
und ich blickte hinaus in die nacht und
dann sah ich sie, die flocken, sie tanzten so wunder.hübsch durch die nacht, wie es nur schnee.flocken können,
und ich stand da mit klammen fingern und kalten zehen, aber das wollte ich meiner mutter nicht sagen, ganz still war ich, damit ich nicht wieder ins bett musste,
ich wollte hier stehen bleiben, mit klammen fingern und kalten zehen, ich wollte die schnee.flocken beobachten und
die leichte wärme meiner mutter für immer neben mir spüren.

draußen schneit es,
sagte meine mutter einmal zu mir, als ich noch ein kleines kind war,
komm, sieh dir die flocken an, sie tanzen so wunder.hübsch durch die nacht, wie es nur schnee.flocken können, das musst du sehen,
und ich,
ich klettere noch heute aus dem bett und blicke aus dem fenster, mit großen augen und pochendem herzen,
weil der erste schnee doch immer spannender ist als der zweite oder der dritte,
und ich blicke hinaus in die nacht und
sehe sie, die flocken, sie tanzen so wunder.hübsch durch die nacht, wie es nur schnee.flocken können,
und ich stehe da mit klammen fingern und kalten zehen, aber das sage ich niemandem, ganz still bin ich, damit ich nicht wieder ins bett muss,
ich stehe hier, mit klammen fingern und kalten zehen, ich möchte die schnee.flocken beobachten und
die leichte wärme meiner mutter noch einmal neben mir spüren.

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meine ein.reichung zum dies.jährigen advent.mosaik.kalender.

und endlich: bald #advent!

ein paar tage dauert es noch, bis das erste lichtlein brennt, bis die vielleicht schönste zeit des jahres los.geht –
der advent!

© S.H.exclusiv

© S.H.exclusiv

 

 

 

 

 

wer es wie ich kaum erwarten kann, der könnte sich die zeit mit schreiben vertreiben.
oder damit, die virtuellen un.tiefen des computers aufzuräumen –
und ungeahnte schätze zu finden.
(ich hab da heut wirklich spannende dinge entdeckt.)

ihr möchtet mit.machen beim diesjährigen advent.mosaik?
bitte sehr, hier kann man texte ein.reichen –
hab ich auch gerade gemacht, denn ich kann das mosaik nur empfehlen.
also ehrlich, das soll keine werbung sein, aber …
ok, ich komme vom thema ab.
advent, advent, ein lichtlein brennt.

genießt die vor.freude –
vielleicht lesen wir uns bald im mosaik!

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© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

 

beratungs.resistent – oder warum man nicht jedem glauben soll. (#kolumne)

heute, im büro, in einem arbeits.gruppen.chat, tauchte in einem satz ein wort auf, das sehr oft verwendet wird – meistens aber unter höchst mysteriösen umständen:
nein, ich erklär dir das jetzt nicht, denn du bist ja so beratungs.resistent.

beratungs.resistent.
ahja.
heißt im klar.text:
ich bin die unwissende und mach alles falsch, weil ich jemand anderem nicht jedes wort glaube, das er mir erzählt, sondern meinen eigenen weg gehe.

worum es geht?
ich bin der meinung (unter anderem aufgrund diverser markt.analysen), die leser/innen da draußen mögen rote unter.hosen, am liebsten zum schlafen, und erzähl ihnen daher, wie toll diese roten unter.hosen sind, wie wunder.schöne rote.unterhosen man bei unserem unternehmen kaufen kann und dass es nirgends gemütlichere gibt – hey, unsere kann man als pyjama tragen!
(produkt.name von der redaktion geändert.)
jemand anderer aber ist sich sicher, dass die menschen am liebsten grüne äpfel mögen, und das nur früh.morgens, also wär’s natürlich viel gescheiter, ihnen täglich grüne äpfel vorzusetzen, früh.morgens, und auf keinen fall gelbe oder gar erd.beeren – oder rote unter.hosen.
die sowieso nicht.
also setz ich mich hin, werte daten aus und analysiere statistiken – und siehe da: die mehrheit der leser/innen liebt es, in roten unter.hosen zu schlafen – spät.nachts, natürlich.
also konzentrier ich mich weiterhin darauf, dieses wissen anzuwenden, zeig manchmal auch gelbe unter.hosen, und natürlich katzen.videos (katzen.videos gehen ja immer, #catcontent ist #topcontent, oder so) – und freu mich über die steigende zahl von menschen, die mittels daumen.hoch sagen: hey, rote unter.hosen, tighter shice, muss ich haben!

und doch bin ich es, die nix weiß, keine ahnung hat, und natürlich eines ist:
beratungs.resistent.
obwohl ich mit fakten belegen kann, warum ich mach, was ich mach, obwohl ich mir jeden schritt drei.mal überlege, mit kolleg/innen darüber rede, bisher unangewandtes wissen aus studien.zeiten einfließen lasse und mir die zahlen recht geben –
hilft alles nichts, beratungs.resistenz ist schließlich nicht heilbar.
klar.
also das hätt ich wissen können – wär ich nicht so beratungs.resistent.

und weil ich das heute nicht zum ersten mal gehört habe, und von einigen bekannten weiß:
das hören auch andere ständig, möchte ich heute eine lanze für die beratungs.resistenz brechen, denn:

als ich genau heute vor sieben jahren meinen ersten blog eröffnet habe, gab es viel gegen.wind –
was schreibst du denn da, das will doch keiner lesen, also wirklich, so geht das doch nicht. 

und heute, exakt sieben jahre später, sitz ich daheim auf dem sofa, vor mir ein manuskript, und erarbeite eine lesung, zu der man mich eingeladen hat.
(danke dafür! und ja, ich bin irre aufgeregt!)
wär ich nicht schon damals so beratungs.resistent gewesen, ich wär heute wohl nicht so aufgeregt, wegen ein paar worten, die ich vor.lesen darf – worte, die wie freundinnen für mich sind.
wegen ein paar hundert leser/innen, die mir hier folgen und meine worte gerne lesen, anscheinend.
oder wegen den kleinen sternchen, die manch eine/r meinen zeilen verleiht.

beratungs.resistent bedeutet für mich vor allem:
an mich selbst zu glauben, daran, dass ich weiß, wovon ich spreche, dass ich liebe, was ich mache –
und dass ich nicht jedem alles glaube, einfach nur weil er glaubt, er weiß es besser.
in acht von zehn fällen weiß derjenige es nämlich gar nicht besser –
er glaubt es nur.

wenn Ihr also wieder.einmal etwas mit herzb.blut macht, wenn Ihr Euer gesamtes wissen und Eure kreativität in etwas steckt und Euch dann anhören müsst, es sei ohnehin falsch und Ihr seid … naja, eh schon wissen:

dann macht einfach weiter!
denn viel wichtiger, als es jedem recht zu machen, ist es, sich selbst zu vertrauen!
in diesem sinne:

es lebe die beratungs.resistenz!

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danke, wordpress, für all die jahre.

 

 

 

 

 

 

 

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© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com

österreich ist ein schönes land. (#kolumne) (#mosaik16)

österreich ist ein schönes land.
ein land der berge, ein land am strome –
ein land, in dem man wunderbare grammel.schmalz.brote essen, unglaublich guten schilcher.sturm trinken und im bier.zelt zu typisch österreichischer volks.musik schunkeln oder schuh.plattln kann.
herz, was willst du mehr?
zugegeben, ein döner.kebab ist schon auch lecker, ein besuch beim goldenen m sehr beliebt – und sowohl pizza als auch pasta sind aus der österreichischen küche längst nicht mehr wegzudenken.
allzu weit her ist es mit der typisch österreichischen hinterwäldlerischkeit also ohnehin nicht.

umso erstaunlicher ist es also, dass jene menschen, die aus kriegs.gebieten flüchten und in unser schönes land kommen, bei vielen einheimischen große ängste auslösen.
woran liegt das?
an der fremden religion? oder daran, dass diese menschen eine andere sprache sprechen, ein kopf.tuch tragen, dünklere haut haben?
wenn man mit den kleinen leuten spricht, hört man oft von der angst, dass die uns was wegnehmen, dass wir dann weniger haben, dass sie unsere traditionen und werte zerstören.
doch was steckt hinter diesen ängsten? nehmen uns die flüchtlinge wirklich etwas weg?

mir schon – ziemlich viel sogar.
platz, zum beispiel.
vor der so genannten flüchtlings.krise hatte ich massenhaft platz im keller, die regale waren teilweise sogar leer, fast ein wenig unheimlich – eine zombie.apokalypse hätten wir so bestimmt nicht überlebt.
jetzt ist mein keller voll bis unter die decke, überall stehen kisten voller kleidung, in den regalen stapeln sich boxen mit müsli.riegeln neben duschgels und einweg.rasierern. socken warten darauf, getragen zu werden, unter.wäsche haben wir mittlerweile in sämtlichen größen, außerdem könnten wir eine ganze krabbel.gruppe wochen.lang durchfüttern – und alles nur wegen der flüchtlinge, die mit nichts als dem, was sie am leibe tragen, in unser land kommen.

die flüchtenden nehmen mir also auch kleidung weg, jawohl!
zwar keine teuren marken.klamotten, sowas besitze ich nämlich nicht, aber meine gesamte winter.jacken.kollektion der letzten vierzehn jahre. ebenso sämtliche mützen, die ich nicht mehr tragen mag, weil ich neue habe, natürlich auch die meiner kinder, und nicht zu vergessen: die winter.stiefel! jedes jahr kaufe ich neue, obwohl die alten noch gut genug wären – die sind jetzt weg.
war ja klar.

was mir noch weggenommen wird?
ganz einfach: zeit!
ich habe viel weniger zeit für dinge wie herum.sitzen, nichts.tun oder fern.sehen. stattdessen wasche ich fremde wäsche, ordne das lager im keller, kümmere mich um neue sach.spenden, betreue ein privates spenden.konto und einen blog, um noch mehr menschen zu finden, die mit.helfen wollen, und spreche mit leuten, mit denen ich noch nie gesprochen habe. bis vor kurzem hatte ich so viel zeit fürs nichts.tun – und plötzlich ist mein leben ausgefüllt mit sinnvollen arbeiten und netten bekanntschaften.
fühlt sich komisch an.

auch meinen kindern haben jene flüchtenden menschen etwas weggenommen!
es ist wirklich ein skandal, sogar die kleinsten der kleinen müssen auf dinge verzichten – etwa auf die vielen kuschel.tiere, die wir schon drei.mal übersiedelt haben, und die dennoch ungeliebt und vergessen in einem dunklen sack ein trostloses dasein fristeten.
bis sie in einen großen korb gepackt und in den keller getragen wurden – wo sie jetzt darauf warten, von liebe.vollen syrischen kinderhänden gedrückt zu werden. oder auf die fünfte packung farb.stifte, die nicht einmal mehr in die stifte.box passte – damit zeichnen jetzt kinder, die wir nicht kennen, die aber freudestrahlend bilder voller regen.bogen und sonnen.strahlen zu papier bringen.
und natürlich wurden auch meinen kindern kleidungs.stücke weggenommen – etwa der schianzug aus dem vor.vor.jahr, die hose, die nur mehr bis zur wade reicht, und der schal, den wir bei einer tombola gewonnen und nie getragen haben.

das schlimmste aber ist, dass diese menschen mir freund/innen weggenommen haben!
ja, ehrlich! die zahl meiner freund/innen auf den diversen sozialen platt.formen hat sich drastisch verringert. all die lieben leutchen, die mir täglich so viel freude bereiteten mit ihren katzen.bildern und weisen sprüche, deren sinn sich mir ob mangelnder rechtschreib.kenntnisse nicht immer erschloss, all die status.meldungen, die gern mit den worten ich hab ja eh nichts gegen ausländer, aber … anfingen, und all die netten leute, die mich in geheime gruppen hinzufügten, deren sinn es ist, österreichs islamisierung zu verhindern und chemtrails mit in essig getränkten orgo.dingsbums zu bekämpfen –
sie sind weg!
die meisten ergriffen von sich aus die flucht – manche musste ich aber auch ein wenig anstupsen, damit sie davonliefen. mittlerweile ist es fast schon ein wenig einsam auf den weiten fluren meiner sozialen pinn.wände, und ich vermisse die täglichen netten plaudereien darüber, ob unser boot schon voll sei oder warum blau gegenüber rot oder grün zu bevorzugen ist.
vermutlich sind diese flüchtenden menschen auch schuld daran, dass ich nachrichten bekomme, in denen ich als links.linker gutmensch bezeichnet werde, in denen man mir pest und cholera an den hals wünscht und mich manche mit.menschen auf eine spezielle führung durch diverse duschen und kammern einladen – all das würde nie passieren, kämen keine fremden menschen in unser land.

außerdem hat die cousine eines bekannten der mutter einer freundin erzählt, dass wir am ende ausländer im eigenen land sein werden, dass jene kriegs.gebeutelten menschen unsere kultur, unsere traditionen zerstören, weil wir österreicher (ohne -innen) ja alle in bunter kleidung mit einem lächeln im gesicht durch die berge tanzen, wahl.weise in dirndl oder leder.hose, und gern in lächelnde, unverhüllte gesichter blicken.
dann haben mir diese menschen also sogar mein faible für schwarze kleidung und mützen weggenommen?
immerhin bin ich österreicherin, und als österreicherin muss ich natürlich unsere werte und traditionen bewahren – also weg mit den schwarzen klamotten, her mit unseren werten und traditionen.

doch was sind eigentlich unsere werte und traditionen?
eine kurze bild.recherche auf den face.book.auftritten jener politiker (auch hier ohne -innen), die sich besonders um unser wohl.ergehen und den fort.bestand unserer kultur sorgen, verschafft mir einen recht interessanten über.blick:
trinke viel wein und bier, am besten in einem bier.zelt oder einer schummrigen diskothek, halte immer dein glas in die höhe und grinse, was das gebiss hergibt, trage dabei unbedingt leder.hosen und trachten.jopperl, iss viel fleisch, am besten rechts.drehendes huhn vom grill oder schweins.braten aus dem ofen, nicht zu vergessen: geh ins bier.zelt, trag leder.hosen und schunkle im takt zum rainer.marsch.

das soll unser österreich sein? das sind die werte und traditionen, die in gefahr sind, wenn menschen aus fremden ländern in unser land kommen?
wer sorgt sich um all die wunderbaren schriftsteller (und -innen), die kunst.schaffenden, um jene, die wissenschaft betreiben, wundersame dinge erfinden, wer denkt an die menschen, die mit oder ohne blas.instrumenten musik machen, die in bier.zelten nie gespielt wird, oder an menschen wie mich, die mit dirndl und leder.hose recht wenig anfangen können und ihre frei.zeit selten bis nie im bier.zelt verbringen?
das bild unserer werte und traditionen, das ich jetzt vor meinem inneren auge habe, stammt eher aus längst vergangenen zeiten als aus einem österreich, dessen haupt.stadt bereits zum sechsten mal als stadt mit der höchsten lebensqualität weltweit ausgezeichnet wurde.

kann es sein?
nehmen uns die flüchtenden dieses verstaubte image hinterwäldlerischer schuhplattler weg?

ewig schad.
ruhet in frieden, ihr werte und traditionen aus vergangenen jahr.hunderten –
und seid will.kommen, ihre werte und traditionen, die unser aller leben verändern, bereichern und zu dem machen, worauf wir stolz sein können:
zu einem österreich, das platz für alle bietet, egal ob in leder.hose oder kaftan, ob im anzug oder mit hidschab.
und danke an alle, die mir jene dinge wegnehmen, die ich ohnehin nicht mehr brauche, und ihnen neues leben schenken –

was kann es schöneres geben?

***

das ist mein beitrag zu #mosaik16 – Zeitschrift für Literatur und Kultur, zu lesen auf seite 5 als leit.artikel.
danke –
so viel schnapp.atmung und herz.klopfen durfte ich schon lang nicht mehr erleben!

 

 

die auf.regung steigt. (#kolumne)

es ist voll.bracht.

ich kann es selbst kaum glauben, aber ich habe es tatsächlich geschafft, die einreich.frist des literatur.magazins einzuhalten und einen beitrag abzugeben, den ich selber zumindest ok finde.
(ja, ich bin meine kristischste leserin, ganz sicher.)

literatur.magazin.
auch das klingt vollkommen verrückt in meinen ohren.
dass sich tatsächlich jemand bei mir gemeldet hat mit der frage, ob ich denn etwas schreiben möchte.

ja klar möchte ich!
die frage ist nur:
trau ich mich?
kann ich?
schaff ich es?

und nun steht fest:
ich hab mich getraut und ich hab es geschafft.
ob ich es auch gekonnt habe, weiß ich noch nicht.
das müssen andere beurteilen.

und genau deswegen steigt die auf.regung.
weiter noch, als der himmel hoch ist.

***

© Denis Junker - Fotolia.com

© Denis Junker – Fotolia.com