wenn texten flügel wachsen. #lyrics

ich hab ja wirklich schon so einiges geschrieben –
eigene texte wie geschichten und gedichte, auftrags.arbeiten wie presse.texte und website.texte, ich hab produkt.texte für alle möglichen dinge geschrieben und war sogar mal teil einer erotischen website, die ich mit geschichten beliefert hab. (ich war jung und brauchte das geld.)
außerdem arbeite ich an texten für dokus im salzburger privat.fernsehen und helf im freund/innen.kreis immer wieder mal aus, wenn jemand bei einer schreib.arbeit feststeckt.
einmal hatte ich sogar einen kunden, der für seine frau regelmäßig liebes.briefe in auftrag gegeben hat … das war wirklich schön, denn sie wusste zwar, dass die briefe nicht aus seiner feder stammten, fand die geste aber ganz wunderbar.
hach.

in den letzten wochen hat sich ein neues aufgaben.gebiet eröffnet:
das schreiben von song.texten.

eigentlich wollt ich nur meinem mann einen kleinen gefallen tun, der schon lange musik macht, jetzt aber mit neuem elan an die sache rangeht, einige neue songs geschrieben und mich gefragt hat, ob ich nicht lust hätte, einen text zu probieren –
und irgendwie hat es wirklich gut geklappt.
ich muss gestehen:
das hätt ich so nicht erwartet …
aber es macht wirklich spaß, es kommen ganz gute sachen raus –
und es ist ganz was anderes, wenn man einen eigenen text gesungen hört und nicht nur geschrieben sieht.

ich sag nur: gänse.haut!

so sieht das übrigens aus, wenn ich an einem song.text arbeite –
ganz viel la la und da da daa, weil ich ja wissen muss, welcher melodie der text folgt, dazwischen reim.worte, die ich mir notieren muss, damit sie mir nicht verloren gehen, und etliche andere notizen, die mir helfen, mich in den song reinzudenken.
und das alles in (ja, ich geb’s zu) wirklich hässlicher hand.schrift, weil ich mich so beeile –

manche ideen fliegen mir förmlich zu, ich hab immer angst, dass sie vorbei.fliegen könnten.

wie heißt es bei all den casting.shows im fernsehen immer?
der song muss ja was rüberbringen.

das zu erarbeiten, ist wirklich spannend.

* * *

danke an somersby | music für diese chance, ich mach das wirklich gern und freu mich immer über deine leuchtenden augen, wenn ein text dir gefällt.

wer somersby | music (und ein paar andere acts) gerne live sehen möchte:
hier entlang!
(mich trifft man dort natürlich auch!)

 

es knistert, es knastert. (#kolumne)

freitag.morgen.
fenster.tag.
gemütliches frühstück im wohnzimmer, die sonne leuchtet hinter den gelben vorhängen, die katze schnurrt auf dem schoß – frei.tag.

und während die mutter entspannt ihren morgenkaffee schlürft, tanzen die kleinen entzückt zu kinderliedern aus einem anderen jahrhundert, wie es scheint – es knistert, es knastert, das kommt vom vinyl.
nicht mp3, nicht cd, nicht radio oder gar internet – nein, auf dem platten.teller dreht sich eine schwarze scheibe und singt von der klappernden mühle am rauschenden bach.
und die kinder?
die wundern sich gar nicht mal.
die rufen
‚mama, dreh mal die platte um‘,
wenn es verdächtig zu rauschen beginnt –
ein untrügliches zeichen dafür, dass die nadel von der platte gesprungen ist.

gehört das zu umfassender erziehung?
dass die kleinen mal nicht in einem laden stehen und sagen
‚ey alder, was sin’n das für schwarze scheiben da?‘
gehört da auch dazu, dass die kleinen vom häschen in der grube singen können – und nicht nur die neuesten youtube.kanäle kennen?

oder ist es einfach die mütterliche nostalgie, die hier ihre finger mit im spiel hat?
‚ach, das war mein lieblings.lied von dieser platte, das hab ich immer mit meiner mama gesungen!‘

egal, was es ist –
es ist wunder.bar!
und die kinder sind zufrieden.
(ob sie auch zufrieden sein werden mit der rainhard.fendrich.scheibe vom feuer?)

***

© Denis Junker - Fotolia.com

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